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Von Familiencafé bis Sprachkurs : Evangelische Kindertagesstätte Bahnhofstraße wird zum Familienzentrum ausgebaut

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Die evangelische Kindertagesstätte Bahnhofstraße wird zum Familienzentrum ausgebaut. Die Koordination übernimmt Margot Brink.

shz.de von
erstellt am 25.Jan.2016 | 13:00 Uhr

Barmstedt | Seit August 2015 ist die evangelische Kita Bahnhofstraße ein durch den Kreis Pinneberg anerkanntes und durch das Land Schleswig-Holstein gefördertes Familienzentrum. Der diesbezügliche Antrag der Kita wurde vom Verein für weibliche Diakonie in Barmstedt sowie von der Stadt Barmstedt erfolgreich unterstützt. Schließlich wurde er in das Förderprogramm Familienzentren aufgenommen, das den Aufbau von etwa 100 Familienzentren durch das Land Schleswig-Holstein zum Ziel hat.

Darüber freut sich Kita-Leiterin Adelheid Ritter, die dies als Anerkennung der bisher geleisteten Arbeit wertet und zugleich die Möglichkeit sieht, die Familienförderung der Kita auf neue institutionelle Beine zu stellen. Die Förderung läuft zunächst bis Ende 2016, eine Verlängerung muss dann jährlich von den Trägern beantragt werden. Von Seiten der Landesregierung ist die Fortführung des Programms geplant.

Neue Koordinationsfachkraft für das aufzubauende Familienzentrum ist seit dem 1. November Margot Brink, die in den Räumen der Kindertagesstätte über ihre Arbeit berichtete. Sie ist Literatur- und Kulturwissenschaftlerin und hat als Lehrkraft, als Gleichstellungsbeauftragte und nicht zuletzt als Mutter von vier Kindern vielfältige Erfahrungen in den Bereichen Projektmanagement, Koordination, Veranstaltungsorganisation und Familie gesammelt.

Von Montag bis Donnerstag steht sie telefonisch, per Mail oder auch persönlich in ihrem Büro in der Bahnhofstraße 20 (Sprechzeit Dienstag 9 bis 12 Uhr) für Anfragen und Ideen rund um das Thema Familie sowie für die Vermittlung von Beratungs- und Hilfsangeboten zur Verfügung.

In Kürze wird das Familienzentrum auch über eine eigene Homepage verfügen, so dass alle Informationen zu den Angeboten auch digital zugänglich sein werden. „Die Aufgabe von Familienzentren ist es, Familien wohnortnah in ihrem Alltag zu begleiten und zu unterstützen, indem sie außer einer bedarfsorientierten Betreuung der Kinder auch leicht zugängliche Angebote in den Bereichen Bildung und Beratung bereithalten“, so die Referentin. „Das kann vom interkulturellen Familiencafé über die Vermittlung konkreter Hilfs- und Beratungsangebote bis hin zu Vorträgen und Diskussionen zu bestimmten Erziehungsfragen reichen.“

Individuelles Angebot

Des Weiteren sei die Vernetzung bestehender Angebote für Familien durch Kooperation und Informationsweitergabe eine wesentliche Aufgabe eines Familienzentrums. Jedes Familienzentrum müsse jedoch sein Angebot individuell ausgestalten – je nach Sozialraum und den vorhandenen personellen und räumlichen Ressourcen.

Das Konzept des Familienzentrums in der Bahnhofstraße sieht vor, die Bereiche Beratung, Bildung und Betreuung zu verknüpfen, indem in Kooperation mit den Familien und durch die Vernetzung mit vielen Partnern vor Ort folgende Ziele verfolgt werden: Familien im Alltag begleiten und unterstützen, Erziehungskompetenzen stärken, Gestaltungsräume für Familien schaffen, niedrigschwellige Elternberatung ausbauen, Förderung besonders benachteiligter Kinder sowie Förderung der Integration.

„Umgesetzt werden sollen diese Ziele durch die Schaffung von Angeboten, die innerhalb der Kindertagesstätte wirken sollen. Beispielsweise die Eltern- und Erziehungsberatung vor Ort, das Familiencafé, die Bilderbuchtausch-Börse oder auch der Sprachkurs für Frauen mit Migrationshintergund einschließlich begleitender Kinderbetreuung“, so Brink.

Zum anderen werde aber auch ein offenes, für alle Barmstedter Familien zugängliches Angebot entstehen. Dazu gehörten eine Vortragsreihe rund um das Thema „Erziehung und Familie“, die am 15. März starte, sowie die Vermittlung von Beratungs- und Hilfs- oder Kursusangeboten für Kinder und Eltern in Kooperation mit anderen Institutionen – beispielsweise „Fit für den Familientisch“ zum Thema gesunde Ernährung und Spaß am Kochen. Ritter und Brink freuen sich über Anregungen und Ideen für die weitere Gestaltung des Familienzentrums und hoffen auf eine fruchtbare Zusammenarbeit mit allen Familien und den familienunterstützenden Institutionen in der Region.

Die Ausstellung „erinnern“ mit Werken von Birgit Brab ist im Torhaus, Probstendamm 7, bis zum 14. Februar zu sehen. Die Schau kann dienstags bis freitags von 10 bis 12 Uhr und 16 bis 18 Uhr sowie  sonnabends und sonntags jeweils von 11 bis 13 Uhr besucht werden.
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