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Flüchtlinge in Barmstedt : Es kommen mehr Kinder

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Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Die Stadt bringt derzeit 124 Menschen unter. Kommunalpolitik spricht sich für Betreuungsgruppe in der Arche-Noah-Kita aus.

shz.de von
erstellt am 18.Mär.2016 | 16:00 Uhr

Barmstedt | Derzeit werden immer mehr geflüchtete Familien mit jüngeren Kindern in Barmstedt untergebracht. Das hat Heiko Lichy von der Verwaltung der Stadt Barmstedt am Mittwochabend während des Ausschusses für Jugend und Soziales in der Kommunalen Halle berichtet. „Waren es zuvor überwiegend junge Männer zwischen 18 und 30 Jahren, verzeichnen wir jetzt mehr Kinder“, sagte er.

124 Personen beherberge die Stadt zurzeit. „Die weitere Entwicklung der Zuteilungen ist schlecht einzuschätzen“, so Lichy weiter. Entlastung im personellen Bereich biete die Besetzung einer Stelle über die Caritas im Integrationszentrum Leuchtturm. Die Ausschussvorsitzende Mareyke Herrmann (BALL) ergänzte, dass die Unterstützung der freiwilligen Helfer für die Flüchtlinge nicht zu unterschätzen sei. „Sie leisten in Barmstedt eine tolle Arbeit“, lobte sie.

Weiterer Punkt auf der Tagesordnung war die Schaffung einer „Hasengruppe“ für Flüchtlingskinder als nachmittägliche kindergartenähnliche Einrichtung in der evangelischen Kindertagesstätte Arche Noah. Kitaleiterin Doris Renner erläuterte den Politikern den Vorschlag. „Der Druck ist hoch, die Flüchtlingseltern rennen uns die Tür ein“, sagte sie. Neun Kinder im Kita-Alter und zwölf im Krippenalter seien in Barmstedt unversorgt. „Wir können unsere vorhandenen Räume nutzen“, so Renner. Es bestehe zudem eine starke Bereitschaft von etwa arabisch sprechenden Müttern, mit auszuhelfen. 15 Kinder im Alter von zwei bis fünf Jahren würden täglich zwei Stunden betreut.

„Meine Fraktion befürwortet diesen Schritt. Wir möchten, dass die Kinder möglichst schnell integriert werden“, so Herrmann. „Es ist wichtig, dass die Kinder nach ihren Fluchterlebnissen erst einmal zur Ruhe kommen“, so Marina Quoirin-Nebel (Grüne). Annette Bremer-Wilms (SPD) regte an, die Gruppe auch für hiesige Kinder zu öffnen, um eine schnelle Integration zu ermöglichen.

Vorgeschlagen wurde auch, die Flüchtlingseltern mit Beiträgen aus der Integrationspauschale zu unterstützen. Einen Eigenbeitrag sollen diejenigen leisten, die nicht mittellos sind. Die Zeitdauer soll für zwei Jahre gelten. Der Ausschuss empfahl dem Hauptausschuss daher einstimmig, der Schaffung der „Hasengruppe“ zuzustimmen.

Zudem berieten die Politiker über einer Änderung in der Awo-Kita Sternenhimmel. Die Leiterin Renate Fehrs erläuterte die Gründe der Umstrukturierung einer Elementargruppe in eine Familiengruppe. „Wir haben eine lange Warteliste von Krippenkindern“, sagte sie. Die neue Gruppe würde fünf davon aufnehmen können. Für Umbauten würden 5000 Euro zu Buche schlagen. Der Ausschuss empfahl einstimmig dem Hauptausschuss, der Übernahme der Kosten zuzustimmen.

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