zur Navigation springen

Weihnachtsmarkt in Barmstedt : „Es ist immer wieder schön“

vom

Bei kaltem, aber überwiegend trockenem Wetter haben an den vergangenen drei Tagen tausende Gäste den Barmstedter Weihnachtsmarkt besucht. Die Barmstedter Polizei zog gestern Nachmittag eine positive Zwischenbilanz. Es sei sehr ruhig gewesen, sagte Stationsleiter Sascha Schmidt. Auch die Malteser hatten kaum Einsätze zu verzeichnen.

shz.de von
erstellt am 04.Dez.2017 | 16:00 Uhr

Barmstedt | Auch im vierzigsten Jahr hat der Barmstedter Weihnachtsmarkt nichts von seiner großen Anziehungskraft verloren: Wieder war es die  Vielfalt an gewerblichen Verkaufsständen, Karussells und dem Auftritt von Vereinen, Verbänden und anderen Gruppen aus der Region, die am Wochenende tausende Besucher nach Barmstedt lockte. Die Polizei sprach in einer Zwischenbilanz gestern Mittag von einem sehr ruhigen Wochenende. Bis auf ein paar Beschwerden über Falschparker und einen Diebstahl an einem Verkaufsstand habe es keine besonderen Vorkommnisse gegeben, berichtete Stationsleiter Sascha Schmidt. Das weitere Sicherheitskonzept habe  sich etabliert. „Für den Weihnachtsmarkt wird es jedes Jahr neu mit der Stadt  erarbeitet. Big Bags und Container sichern die Einfallstraßen. Dieses Jahr sind wir mit sechs Polizeibeamten an allen drei Tagen präsent gewesen“ so Schmidt. Neben dem Schutz der Veranstaltung lag das Augenmerk auch auf dem Handtaschendiebstahl.

Ein  Höhepunkt  auf dem Mittelaltermarkt war die Feuershow von Silke Schirok aus Bremen. „Ich hab mit Feuerjonglieren schon mit zehn Jahren angefangen. Man braucht viel Übung, weil es gefährlich ist. Aber verbrannt hab ich mich noch nie“, so Schirok, die sonst nur auf Straßenfesten zu sehen ist.  Eine Bäckerin war mit ihrem Stand samt Backofen extra aus Vechta angereist. „Wir kommen sonst nur zum Headbangers und zum Hörnerfest in diese Gegend. Aber es ist immer wieder schön hier“, sagte sie. Vollen Einsatz zeigten auch die Malteser. „Wir sind zu viert im Einsatz, zwei gehen über den Markt, zwei haben Einsatz im Zelt“ so Andrea Wienert. „Wir sind ehrenamtlich tätig und helfen, wenn jemand zu Fall kommt, sich verletzt oder Erste Hilfe benötigt wird. Aber dieses Jahr ist kaum etwas vorgefallen.“

Die Stände auf dem Weihnachtsmarkt waren an allen Tagen eng umlagert –  wie der des Finanzservice Sattler mit seinem Aalknobeln, das beheizte Zelt von Radsport Preuß oder das Glücksrad der DLRG. Viele Besucher gab es auch am des Stand des Landfrauenvereins Barmstedt-Rantzau oder der Schulimker-AG. Vor der Kulturschusterei lud eine  Lounge zum Verweilen ein und die Ehrenamtlichen des Barmstedter Kinderfestes waren mit ihrem Grünkohl dabei.

Rappelvoll war es auch auf der Handwerkermeile in der Chemnitzstraße und rund um die Heiligen-Geist-Kirche, wo Schulen, Vereine, Verbände und viele ehrenamtliche Organisationen ihre gebastelten, gebackenen und handgefertigten Produkte anboten. So verkauften die Schüler der 8a der Grund- und Gemeinschaftsschule selbst gebackene Kekse. Sie sammeln mit der Aktion Geld für ihre Abschlussfahrt an den Gardasee . Almuth Evers aus Elmshorn kaufte am Stand der Flex-Klasse jede Menge Kekse. Die Sonderschullehrerin aus Elmshorn sagte: „Ich unterstütze diese Aktivität und ich weiß, dass die Beteiligten mit viel Herzblut die mühsame Arbeit leisten, so viele Kekse zu backen.“  Punsch gab  es bei Perke, Emilie und Jolanda von der kirchlichen Gruppe Young Revolution. Am  Stand der Deutschen Post hatten Matthias Kath und  Matthias Schwarz alle  Hände voll zu tun, den diesjährigen Sonderstempel  auf Postkarten zu verkaufen.  Auch am Stand der örtlichen Hilfsorganisation „Taten statt Worte“ fanden die handgefertigten Vogelfiguren und Taschen aus Guatemala, wo der Verein Hilfsprojekte unterstützt, guten Absatz. Agnes Wiebecke aus Bokholt-Hanredder verlegte ihre Geburtstagsfeier mit etwa 40 Gästen an diesen Stand vor dem evangelischen Gemeindehaus. „Der Platz hier mit der beleuchteten Kirche und den illuminierten Buden ist besonders schön“, sagte das Geburtstagskind. In der Kirche konnten Marktbesucher in der Oase der Stille durchatmen. Egon Stach und Frauke Wegner-Dannenberg verkauften den von ihr gestalteten Kirchenkalender  mit Detailaufnahmen der Innenausstattung der Kirche.

Im Gemeindehaus gab es kunsthandwerkliche Dinge sowie Schuhe eines Schuhmachers. Im Café nebenan boten Schöpfkelle, Montagsinsel und Kirchenchor Süßes und Deftiges an. Flüchtlinge hatten für das Flüchtlingscafé Spezialitäten aus ihren Heimatländern gebacken. Im Humburg-Haus gab es selbst gefertigte Waren  am  Stand der Awo. Dort stellte auch die Töpfergruppe der Kirchengemeinde ihre Produkte aus.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen