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Neues Heft der Barmstedter Geschichtswerkstatt : „Es ist ein großartiges Gefühl“

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Die Barmstedter Geschichtswerkstatt veröffentlicht demnächst ihr zweites Heft. Alles dreht sich ums 19. Jahrhundert.

shz.de von
erstellt am 04.Dez.2017 | 13:00 Uhr

Barmstedt | Noch ist es nur eine Druckfahne, die Andreas Lenz von der Barmstedter Geschichtswerkstatt in den Händen hält. In wenigen Tagen ist der Korrekturabzug aber nicht mehr notwendig. Dann werden die Mitglieder der Gruppe die ersten druckfrischen Exemplare ihres zweiten Hefts in den Händen halten, das sich inhaltlich mit Barmstedt im 19. Jahrhundert befasst. „Wir haben direkt nach Abschluss des ersten Hefts angefangen. Zwei Jahre haben sechs Autoren daran gearbeitet.“ Ab dieser Woche soll das Heft in den Barmstedter Buchhandlungen verkauft werden, der genaue Termin stehe derzeit aber noch nicht fest, so Lenz. Die Erstauflage beträgt 500 Stück.

Das zweite Heft der Geschichtswerkstatt „Barmstedter im 19. Jahrhundert“ ist im Laufe dieser Woche in allen Buchhandlungen erhältlich. Der Preis beträgt 20 Euro.

Im Juli 2015 war das erste Heft veröffentlicht worden, in dem es um die Geschichte Barmstedts von der Frühzeit bis 1800 ging. 800 Stück waren laut Lenz gedruckt worden, „es sind kaum noch welche über“. Neu am zweiten Heft ist die Internationale Standardbuchnummer (ISBN), mit der das Werk in allen Buchhandlungen von Flensburg bis Garmisch-Partenkirchen bestellt werden kann. Zudem gibt es laut Jan Teegen doppelt so viel Inhalt wie beim ersten Mal. „Das Heft wird 196 Seiten haben“, berichtet er.

Der rote Faden, der sich durch das ganze Heft zieht, ist der Zeitraum. „Alle Artikel haben einen Bezug zum 19. Jahrhundert“, sagt Michael Theilig. Er erzählt unter anderem die chronologische Geschichte Barmstedts auf 110 Seiten weiter. Teegen kümmerte sich um die Geschichte des Kriegerdenkmals für die Gefallenen des Krieges 1870/1871, das von vielen Barmstedtern unbemerkt in der Chemnitzstraße steht. Hans-Albrecht Hewicker aus Bokholt-Hanredder hat einen Beitrag zum Thema „Waldstadt Barmstedt“ verfasst, Hans-Jürgen Raddatz vom Nabu Barmstedt berichtet über die Geschichte der Renaturierung des Klein Offenseth-Bokelsesser Moores. Lenz hat sich die Historie des Barmstedter Marktplatzes angeschaut. Dabei konnten die Autoren auf den „Wissens- und Dokumentenschatz von Peter Steenbuck und Gerhard Glismann zurückgreifen, ohne die auch diese Ausgabe nicht zustande gekommen wäre“. Weitere Elemente des Hefts sind die Grootendörper Geschichten und die Briefe des Tischlergesellen Göris Holst.

„Wir finden die Barmstedter Geschichte einfach spannend, weil an diesem kleinen Ort alles Mögliche passierte, was Stoff für Romane sein könnte“, sagt Theilig über die Beweggründe der Gruppe. „Alle Epochen vom Mittelalter bis zur Globalisierung sind hier gegenwärtig, wenn man nur genauer hinsieht.“ Und Lenz ergänzt: „Es ist ein großartiges Gefühl, das Heft hinterher in den Händen zu halten.“ Ideen für weitere Veröffentlichungen gebe es schon zuhauf. Unter anderem im Fokus: die städtebauliche Entwicklung Barmstedts bis zum Ersten Weltkrieg und die Entstehung des Stadtbilds. „Es war gigantisch, was damals passiert ist. Das ist ein Thema das man im nächsten Heft angehen könnte“, so Lenz.

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