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Barmstedter Zeitung

23. November 2017 | 01:14 Uhr

„Es ist ein Etappensieg“

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Ansiedlung der Höckerschwäne auf dem Rantzauer See zeigt erste Erfolge: Kaum noch Kanadagänse

shz.de von
erstellt am 20.Jun.2015 | 15:59 Uhr

Erst fremdelten sie ein wenig mit der ungewohnten Umgebung – doch jetzt haben sie sich eingelebt: Am Donnerstagabend etwa putzten sich die beiden Höckerschwäne, die seit kurzem auf dem Rantzauer See leben, in aller Seelenruhe das Gefieder, bevor sie schließlich in Richtung Strandbad davonpaddelten. Fliegen können die Tiere nicht: „Sie sind dauerverletzt“, erklärte Barmstedts Erster Stadtrat Ernst-Reimer Saß (CDU), der sich um die Ansiedlung der Schwäne gekümmert hat.

Das etwa zwei Jahre alte Paar stammt aus einer Wildtierstation in Niedersachsen und soll durch sein Revierverhalten helfen, Kanadagänse vom See fernzuhalten. Deren Hinterlassenschaften fördern das Wachstum von Blaualgen – was in den vergangenen Jahren häufig dazu geführt hat, dass das Strandbad geschlossen werden musste (wir berichteten).

Nach den anfänglichen Problemen habe die Ansiedlung der Schwäne schon Wirkung gezeigt, bilanzierte Saß, der auch im Nabu aktiv ist: Es  seien kaum noch Gänse auf dem See, „und zum ersten Mal sind hier vier junge Haubentaucher aufgewachsen, und ein fünftes Paar brütet gerade“. Zudem gebe es sehr viel mehr Entenküken und Teichhühner als in den vergangenen Jahren.

Die Aktion sei „ein Etappensieg“ im Kampf gegen die Gänse, so Saß. Gleichwohl sei der noch nicht beendet: „Wir müssen jetzt aufpassen, dass die Gänse nicht wieder die Überhand kriegen und die Schwäne verdrängen.“ Denen will Saß ihr neues Zuhause so angenehm wie möglich gestalten: „Wir haben ihnen ein Futterfloß und eine Querungshilfe zur Liebesinsel gebaut.“ Dort, so hofft er, werde das Paar im nächsten Jahr brüten. Im Winter sollen die Schwäne gefüttert werden. Und sollte der See zufrieren, würden sie auf die Krückau umgesiedelt. „Falls auch die vereist ist, nimmt die Wildtierstation in Klein Offenseth sie auf“, so Saß.

Spaziergänger, die mit einem Hund am See unterwegs sind, bittet Saß jetzt um besondere Vorsicht. „Das kann Ärger geben, wenn ein Schwan an Land geht.“ Zudem bittet er erneut darum, weder Enten noch andere Wasservögel zu füttern und so eine Verschlechterung der Wasserqualität zu vermeiden.

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