zur Navigation springen

Bauernmarkt in Barmstedt : „Es ist der Hammer“

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Kaum ein Durchkommen auf den Straßen: Tausende Besucher und knapp 100 Händler bevölkerten die Innenstadt.

shz.de von
erstellt am 21.Okt.2013 | 12:00 Uhr

Wahnsinn: Menschenmassen auf dem Barmstedter Bauernmarkt. „Ein toller Markt, genauso stelle ich mir ihn vor: frische Produkte aus der Region“, schwärmte Karin Bergmann-Rode, die mit ihrer Enkelin Noa (14) an den Buden vorbei schlenderte und Suppengemüse sowie Blumenkohl einkaufte. Mehr als 100 Verkäufer boten gestern in der Innenstadt ihre Waren feil: echte Blumen und solche aus Keramik, Berge aus Kohlköpfen, Bienenwachskerzen, selbst gefertigte Seifen und Marmeladen und alles rund um die Nudel. Dazu zog der Duft von Bratwurst und Erbseneintopf über den Markt. Einer der Besucher schleppte einen großen Spitzkohl ab, der stolze 5,4 Kilogramm wog, ein anderer griff sich eine Rosenkohlstaude.

Für Annelie und Waldemar Hopfer ist der Bauernmarktbesuch ein Muss. Nach dem Genuss von Grünkohl und Rübenmalheur tranken sie frisch gepressten Saft von aromatischen, rotwangigen Äpfeln aus Christian Bornholdts Garten, die er zugunsten eines Hilfsprojekts in Guatemala zum Mosten gespendet hatte. Eine große Menschentraube umlagerte den Blumenwagen, auf dem der „holländische Blumenkönig“ Michel zum Vergnügen der Menge seine Ware mit peppigen Sprüchen feilbot. „Noch ’n Topf drauf – alles für ’n Zehner“, schrie er ein ums andere Mal.

Auch Verpflegung war gefragt: Kunden am Kuchenstand des hiesigen Landfrauenvereins freuten sich über die großen, leckeren Stücke, und das THW hatte am frühen Nachmittag bereits 250 Portionen Erbensuppe ausgegeben. Die Besucher schoben sich zeitweilig dermaßen durch die Budengasse, dass niemand mehr vorankam. Im Stau konnte man dafür den Liedern der Ellerhooper Seebären lauschen oder sich bei den Senior-Trainern informieren. Die kleinen Besucher streichelten die Tiere der Kaninchenzüchter und bestaunten Kälber.

Die Geschäfte hatten ihre Türen geöffnet, die Eingänge mit Strohballen, Figuren und Blumen herbstlich dekoriert und überraschten ihre Kunden mit Aktionen. „Der Markt ist der Hammer“, bilanzierte Heike Brinckmann vom organisierenden Handels- und Gewerbeverein. „Die Straßen sind rappeldicke voll, das Wetter spielt mit, und bis auf wenige Ausnahmen sind die Händler total entspannt“, freute sie sich. Auch die Strategie, den Bücher- und Medienflohmarkt erstmals im Rathaus auszurichten, ging auf: Der Ansturm war gewaltig, und bereits vor dem Beginn um 10 Uhr hatten sich zahlreiche Schnäppchenjäger vor dem Eingang versammelt.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen