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Verkehr am Schulzentrum Heederbrook : „Es halten sich nicht alle an die Regel“

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Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Die Verkehrssituation am Schulzentrum Heederbrook hat sich verbessert. Aber es gibt auch Kritik: Neue Einbahnstraße wird noch zu oft missachtet.

Barmstedt | Morgens und mittags ist am Barmstedter Schulzentrum am Heederbrook die Hölle los: Zwischen Dutzenden von Schulbussen und Autos düsen Schüler auf Fahrrädern herum oder flitzen zu Fuß über die Straße. Besonders riskant war diese Situation laut Stadtsprecher Wolfgang Heins bisher immer auf dem Ede-Menzler-Weg zwischen dem Sportplatz und dem Parkplatz der James-Krüss-Schule (JKS): „Dort ist die Straße so eng, dass Schulbusse bei Gegenverkehr auf den Gehweg ausweichen mussten. Dadurch kam es für die Schüler laufend zu gefährlichen Situationen“, so Heins. Doch damit sollte es jetzt vorbei sein – denn die Stadt hat auf Beschwerden der Schul- und Kita-Leiter reagiert und den Abschnitt zur Einbahnstraße erklärt.

Von montags bis freitags, jeweils von 7 bis 17 Uhr, dürfen Autos und Busse den Ede-Menzler-Weg nur noch aus Richtung des Gymnasiums kommend befahren und nicht mehr vom Heederbrook aus. „Wir freuen uns sehr darüber, dass die Stadt diese Anregung umgesetzt hat“, sagt JKS-Leiterin Anke Bothe. Bedauerlich sei allerdings, dass sich nicht alle Autofahrer an die Regelung hielten. Das hat auch Mario Bäumer, Pressesprecher des Gymnasiums, beobachtet. „Die Einbahnstraße ist noch nicht allen Autofahrern bewusst“, stellt er fest. Zudem führe die neue Regelung dazu, dass manche Autofahrer „noch vor der Einbahnstraße wenden, um sie nicht benutzen zu müssen. Das führt manchmal auch zu prekären Situationen.“

Nach wie vor unbefriedigend ist aus Sicht der Schul- und Kita-Leiter die Parkplatzsituation. Die etwa 50 Plätze am Gymnasium reichten „nicht mal für die Lehrer“, so Bäumer. Da die Plätze öffentlich seien, „werden sie auch von Anwohnern genutzt“. Zurzeit sei es noch angespannter als sonst, „weil wir einen Doppel-Abiturjahrgang haben und daher viele Schüler mit dem Auto kommen“. Eine „leichte Entspannung“ sei dadurch eingetreten, dass die Stadt die Altglascontainer am Ede-Menzler-Weg entfernt habe und so zwei Parkplätze gewonnen worden seien. Die Idee, weitere Plätze an der kleinen Turnhalle zu schaffen, sei aber verworfen worden. „Das geht nicht, weil sich dort die Feuerwehrzufahrt befindet.“

Auch vor den Grundschulen, wo es etwa 30 Stellplätze gibt, sei „oft alles zugeparkt – auch vor den Notausgängen der Heederbrookhalle“, wie Viola Gottschalk vom Leitungs-Team der Awo-Kita berichtet. Die Kinder, die vom Kita-Gebäude am Heederbrook zur Mensa im Gymnasium gehen, „müssen sich dann zwischen den Autos durchschlängeln“. Helfen könnte aus ihrer Sicht, die Halteverbotszonen deutlicher auszuschildern.

Vor dem Gymnasium fehlen Parkplätze. (Foto: Meyer)
Vor dem Gymnasium fehlen Parkplätze. (Foto: Meyer)
 

Der Vorschlag, auf der Fahrbahn Schwellen anzubringen, um Raser zu bremsen, sei leider abgelehnt worden, sagt Bothe. „Das wollten die Busunternehmen nicht.“ Positiv sei dagegen, dass die Stadt die Bäume und Büsche am Feuchtbiotop an der Einmündung vom Heederbrook in den Ede-Menzler-Weg zurückgeschnitten habe. „Dadurch können die Kinder jetzt endlich besser sehen und gesehen werden.“ Auch die Erneuerung des auf der Fahrbahn aufgemalten Warndreiecks sei erfreulich.

Ein paar Wünsche sind noch offen: „Ein markierter Überweg von der Kita zur Halle und ein Fußweg direkt an der Halle entlang wären schön“, sagt Gottschalk. Bothe appelliert generell an alle Autofahrer, vorsichtig zu fahren – und an alle Eltern, ihre Kinder so selten wie möglich mit dem Auto zur Schule zu bringen. „Sie sollten den Schulweg allein bewältigen.“

Der Barmstedter Polizei sind bisher keine Verstöße gegen die neue Einbahnstraßenregelung bekannt. „Uns liegen dazu keine Beschwerden vor“, sagte der stellvertretende Stationsleiter Manfred Schildt auf Anfrage. Wer entgegen der Einbahnstraße fährt und erwischt wird, muss mit einem Verwarngeld in Höhe von 25 Euro rechnen. Kommt es wegen des Verstoßes zu einem Unfall, erhöht sich der Betrag auf 35 Euro.
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erstellt am 12.Feb.2016 | 14:15 Uhr

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