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Barmstedter Zeitung

20. August 2017 | 21:35 Uhr

Barmstedt : Es fehlen 40 Kita-Plätze

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Die Wartelisten der vier Kindertagesstätten sind länger als sonst und es können keine weiteren Gruppen angeboten werden.

Es sieht nicht gut aus für alle Eltern, die für ihr Kind auf einen Platz in einer der vier Barmstedter Kitas warten: „Die Warteliste war selten so lang“, sagte Fachamtsleiter Uwe Dieckmann. Nach derzeitigem Stand könnten zum nächsten Kindergartenjahr 2014/15, das am 1. August beginnt, mindestens 40 Plätze fehlen. Panik sei trotzdem nicht angesagt, so Dieckmann. „Die Erfahrung zeigt, dass sich das auch ändern kann. Wir hatten schon das Phänomen, dass die Warteliste im August plötzlich leer war.“

Neubau könnte eine Fehlentscheidung sein

Wo die verschwundenen Kinder geblieben seien, „darüber können wir nur spekulieren“, so Dieckmann. Vermutungen gebe es einige: Eventuell hätten die Eltern ihren Nachwuchs zwischenzeitlich anderweitig unterbringen können, würden doch zu Hause bleiben statt zu arbeiten, seien weggezogen – oder sie hätten ihr Kind für mehrere Kitas angemeldet und dadurch mehrfach auf der Liste gestanden. Letzteres soll künftig durch einen verbesserten Datenabgleich verhindert werden, sagte Dieckmann. „Aber der Rest bleiben Unwägbarkeiten, so dass wir nie exakt planen können.“

Sollte es in diesem Jahr tatsächlich bei 40 unversorgten Kindern bleiben, bräuchte die Stadt theoretisch einen neuen Kindergarten, um sie unterzubringen, sagte Dieckmann. „Die bestehenden Einrichtungen sind voll ausgelastet und haben keine Kapazitäten mehr.“ In Frage käme allenfalls eine zweite Waldgruppe in der „Rasselbande“ – doch dafür gebe es nicht genügend Bewerber. Ein Kita-Neubau sei allerdings ziemlich utopisch, sagte Dieckmann. „Der kostet ein irres Geld, und wir müssten einen Standort und einen Träger finden.“ Und selbst, wenn das gelänge, könne es die falsche Entscheidung sein – denn wenn die Nachfrage wieder sinken sollte, „steht die Kita leer“.

Dieckmann betont zudem, „dass wir Notfälle immer unterbringen können“. Falls nicht in einer Kita, könne die Stadt bei einer der Tagesmütter anfragen, die in Barmstedt 50 Plätze anbieten. Mit dem Vorteil, so Dieckmann, dass die Betreuungszeiten flexibler seien. Was sich viele Eltern sich aber auch von einer Kita wünschen, wie Melanie Seidel, Elternvertreterin der Arche-Noah-Kita. berichtet. „Aber das wird wohl nichts.“ Realistischer scheint ihr Wunsch, in der Arche Noah einen erweiterten Spätdienst einzurichten – so dass Kinder aus bestehenden Gruppen künftig bei Bedarf bis 16 Uhr betreut werden. „Dafür haben sich bei unserer Umfrage im Herbst acht Eltern gemeldet. Und wenn es das Angebot erstmal gibt, kommen sicher noch welche dazu“, so Seidel.

Der Sozialausschuss zeigte sich dem Elternwunsch gegenüber offen: Die Politiker beauftragten die St. Katharina GmbH (Träger der Kita) zu prüfen, ob die Erweiterung möglich sei. Die Kosten werden auf etwa 30.000 Euro geschätzt. Das Ergebnis steht noch aus.

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erstellt am 20.Jan.2014 | 16:15 Uhr

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