Barmstedt : Es begann in der Dunkelkammer

Auch in seinem Garten findet Peter Steenbuck genug Motive, die er mit der Kamera einfängt.
Auch in seinem Garten findet Peter Steenbuck genug Motive, die er mit der Kamera einfängt.

Der Fotograf Peter Steenbuck aus Barmstedt hat Tausende von Fotos im Archiv. Er hält Vorträge mit Barmstedt-Themen.

shz.de von
25. August 2014, 16:00 Uhr

Barmsted | Ob Malerei, Bildhauerei oder Fotografie: In der Region Barmstedt leben und arbeiten zahlreiche interessante Künstler. Wir stellen Ihnen einige von davon vor. Heute: Peter Steenbuck aus Barmstedt.

Bereits in frühen Jahren – genauer: während seiner Drogistenlehre – kam der Barmstedter Peter Steenbuck (79) mit der Fotografie in Berührung: Sein Lehrherr besaß eine Fotoabteilung mit Dunkelkammer, die mit zu seinem Tätigkeitsbereich gehörte. Heute, viele Jahrzehnte später, genießt Steenbuck einen exzellenten Ruf als Fotograf, der zudem über einen bemerkenswerten Fundus an Reproduktionen alter Barmstedt- und eigener Bilder verfügt. Er hat auch Bücher und Broschüren mit seinen Fotos bereichert, hält Vorträge mit Barmstedt-Themen und bietet Stadtführungen an.

„Unser Archiv enthält etwa 6000 Reproaufnahmen von der Schusterstadt“, so Steenbuck. Hinzu kommen noch eigene Aufnahmen, deren Zahl in die Tausende gehe. Sein Archiv ist indes so gut sortiert, dass er dort ohne langes Suchen alles findet. Der Hobby-Fotograf drückt aber nicht nur auf den Auslöser, wenn es im Motive in seiner Heimatstadt geht. Alles, was beispielsweise in seinem Garten blüht und gedeiht oder „kreucht und fleucht“ , ist einen Schnappschuss wert. Das gilt auch für seine Familie: Er hat sie auf zahlreichen Bildern verewigt. Und dass er mit seiner Ehefrau Eva nicht ohne Kamera in den Urlaub fährt, versteht sich von selbst.

„Als Fotograf schaut man genauer hin und entdeckt ständig etwas Neues“, sagt Steenbuck. Bei der Frage, ob Fotografie Kunst sei, überlegt er lange: Man müsse zumindest ein Auge für besondere Motive besitzen, sagt er schließlich. Und das hat er bestimmt. Steenbucks Verhältnis zur zunehmenden Digitalisierung ist entspannt. „Ich lehne diese Technik keineswegs ab. Sie bringt ja auch einige neue Möglichkeiten mit sich“, sagt er.

Seine Vortragstätigkeit will Steenbuck in Zukunft einschränken. Seine Kamera jedoch wird er nicht aus der Hand legen. Und so ist davon auszugehen, dass er noch zahlreiche, künstlerisch anspruchsvolle Fotos schießen wird, die das Leben in Barmstedt widerspiegeln.

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