Gemeindevertretung : Erste Bürgermeisterin für Bokholt-Hanredder

Der Gemeinderat geht mit frischem Elan und Optimismus in die neue Wahlperiode. Vor ihm stehen eine Reihe von Herausforderungen.  Fotos: Schilling
Der Gemeinderat geht mit frischem Elan und Optimismus in die neue Wahlperiode. Vor ihm stehen eine Reihe von Herausforderungen. Fotos: Schilling

Katrin Schrade (CDU) ist neue Bürgermeisterin von Bokholt-Hanredder. Ihr Vorgänger Wolfgang Mohr war aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr als Bürgermeister-Kandidat angetreten.

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25. Juni 2018, 12:50 Uhr

Bokholt-Hanredder | Die neue Bürgermeisterin von Bokholt-Hanredder heißt Katrin Schrade (CDU). Sie wurde während der konstituierenden Sitzung der Gemeindevertretung mit neun von elf Stimmen in dieses verantwortungsvolle Amt gewählt. Es gab eine Enthaltung, eine Stimme war ungültig. Damit tritt sie die Nachfolge von Wolfgang Mohr an, der aus gesundheitlichen Gründen diese Funktion nicht mehr ausüben konnte. Die Vereidigung der „Neuen“ nahm Martin Epha vor, der als ältestes Gemeinderatsmitglied ausgemacht worden war.

Bürgermeisterin: Katrin Schrade; Stellvertreter: Katrin Weihrauch-Lenz und Dierk Engelbrecht; Ausschussvorsitzende: Katrin Weihrauch-Lenz (Finanzausschuss), Olaf Krippahle (Bau- und Planungsausschuss), Jan Maaß-Hell (Umwelt, Wege und Verkehr)  Kirsten Langmaack (Bildungsausschuss), Svenja Fresemann (Soziales und Kultur) si

Die neue Bürgermeisterin bedankte sich für das ihr entgegengebrachte Vertrauen und sprach von einem „besonderen Tag“ für sie. Sie wünscht sich eine gute Zusammenarbeit in den nächsten fünf Jahren mit sämtlichen Mitgliedern des Kommunalparlaments, in dem die CDU mit sechs und die Freie Wählergemeinschaft (FWG) mit fünf Gemeindevertretern präsent ist. Ihr zur Seite stehen ihre beiden Stellvertreter Katrin Weihrauch-Lenz und Dierk Engelbrecht. Schrade und Weihrauch-Lenz hatten bereits seit dem vergangenen Sommer in enger Zusammenarbeit Bürgermeister Mohr vertreten. Katrin Schrade (48) engagiert sich bereits seit mehr als 15 Jahren politisch in der Gemeinde Bokholt-Hanredder. Sie leitete zuletzt mit Umsicht, Sachverstand und Souveränität den Bau- und Planungsausschuss und war, wie bereits erwähnt, zweite Stellvertretende Bürgermeisterin – Ämter, die sie viel Zeit und Energie kosteten, aber auch herausforderten und bereicherten. „Angefangen hat alles damit, dass ich häufig Gemeindevertretersitzungen besucht habe. Das ist dem damaligen Bürgermeister Wolfgang Mohr aufgefallen, der schließlich auf mich zukam und mich fragte, ob ich nicht mitmachen will.“

Wie die Gemeinde tickt

Sie stimmte zu und zog als CDU-Gemeindevertreterin in das Kommunalparlament ein. Etwa zehn Jahre hat sie benötigt, so erklärt sie, um zu verstehen, wie die Gemeinde tickt. Oft schwierig und kompliziert sei die jeweilige Materie, mit der sie sich befasse. Sie stelle aber auch eine Herausforderung dar, an der sie wachse: Man lerne viel, erfahre viel. Besonders reizvoll findet sie, dass man ein Projekt – wie beispielsweise das Baugebiet 20 – von Anfang bis Ende mitgestalten kann. Ein für sie erfreulicher Nebeneffekt ihres politischen Engagements ist, dass man aus seiner Anonymität heraustritt und viele Menschen kennenlernt. Ein wichtiges Anliegen ist ihr, wie sie betont, dass im Kommunalparlament Jung und Alt vertreten sind und dort ihre Kompetenzen und Ideen einbringen zum Wohl der Gemeinde.

Martin Epha, ältestes Gemeinderatsmitglied, vereidigte die neue Bürgermeisterin Katrin Schrade und übergab ihr die Ernennungsurkunde.
Martin Epha, ältestes Gemeinderatsmitglied, vereidigte die neue Bürgermeisterin Katrin Schrade und übergab ihr die Ernennungsurkunde.
 

Im Rahmen der konstituierenden Sitzung wurden auch mehrere Gemeindevertreter verabschiedet. An erster Stelle sei Mohr genannt, der seit 1978 der Gemeindevertretung angehörte und zahlreiche Ämter wahrnahm. Gemeindeoberhaupt war er von 2000 bis 2008 und nach einer Pause von 2013 bis jetzt.

Ernst-Jürgen Huckfeldt, seit dem Jahr 2000 Gemeindevertreter und von 2008 bis 2010 Stellvertretender Bürgermeister, erwarb sich besondere Verdienste als Vorsitzender des Wegeausschusses. In fast allen Ausschüssen vertreten war Silke Henicke, seit 2013 Kommunalparlamentarierin. Marie-Luise Wolfgramm schied nach acht Jahren aus dem Kommunalparlament aus. Ihr entschiedenes Engagement galt dem Ausschuss für Schule, Jugend, Soziales und Freizeit, den sie als Vorsitzende leitete.

„Ich danke allen ausgeschiedenen Gemeindevertretern. Sie haben sich um die Gemeinde verdient gemacht“, befand Katrin Weihrauch-Lenz.

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