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Barmstedter Zeitung

14. Dezember 2017 | 14:41 Uhr

Erst gabs Kunst, dann Torte

vom

shz.de von
erstellt am 21.Mai.2013 | 01:14 Uhr

Barmstedt | Das "Floß der Hoffnung" dümpelte an der Schlossbrücke im Wasser. Es war der erste Hingucker für die Besucher des siebten Skulpturenparks auf der Schlossinsel Rantzau. Aus alten Zaunpfosten hatte der Hamburger Künstler Axel Petrenz 20 Figuren verschiedener Ethnien, Berufe und Altersgruppen geschaffen. "Man kann in diesem Werk Flüchtlinge sehen, die versuchen, über das Mittelmeer von Afrika nach Europa zu gelangen", sagte er, ließ aber auch andere Interpretationen gelten.

Zehn Künstler aus ganz Deutschland zeigten von Sonnabend bis gestern ihre Skulpturen und Installationen aus Metall, Holz und Stein. Karin und Rolf Neubert aus Nahe sind Stammgäste des Skulpturenparks. Sie bewunderten die Steinarbeiten des Norderstedter Künstlers Jürgen Gaedke. "Es ist eindrucksvoll, wie er die Adern aus dem Gestein modelliert", sagte Rolf Neubert, der sich privat auch im Steinbildhauen versucht. Die beiden lachten herzhaft über Gaedkes Wackel-Punker und die Garderobe als Design stele. Nach dem Rundgang wollten sie sich im "Schlossgefängnis" bei Kaffee und Torte aufwärmen.

Greta und Adolf Hatzbühler aus Trittau hatten in der NDR-Fernsehsendung "Mein Nachmittag" vom Skulpturenpark in Barmstedt erfahren und waren neugierig geworden. "Wir kennen Schleswig-Holstein ganz gut, sind aber das erste Mal in Barmstedt und sehr positiv überrascht. Hier am See gefällt uns besonders gut die Ruhe", sagten die beiden, die zunächst einen Spaziergang um den See machten, dann die Freiluft-Ausstellung, das Museum und die Galerie III besuchten und anschließend noch in den Rhododendronpark der Baumschule Hachmann fahren wollten. Darauf waren sie ebenfalls in der Sendung aufmerksam geworden.

Die Geschwister Alijawad (9) und Nigeen (7) Yusufi aus Quickborn betrachteten mit ihrem Vater die bildhauerischen Arbeiten und bewunderten den kleinen, unbedingt böse aussehen wollenden, hölzernen "Darth Vader" auf dem grinsenden Pony von Künstler Peer Oliver Nau. Andere Besucher ließen sich von Bildhauer Albrecht Braue das aufwendige Verfahren des Bronzeguss erklären. Musikalisch wurde der Skulpturenpark von Maria Livaschnikova am Piano und Sängerin Petra mit der Gitarre auf der Freiluftbühne begleitet.

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