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Barmstedter Zeitung

20. August 2017 | 08:07 Uhr

Barmstedt : Erntedank mit Kokosnüssen

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Landfrauen feiern in der Heiligen-Geist-Kirche einen Gottesdienst mit Bräuchen aus Papua-Neuguinea.

Barmstedt | Feierlich haben die Landfrauen des Vereins Barmstedt-Rantzau am Dienstagabend die Erntekrone aus Ähren und roten Vogelbeeren in die gut besuchte Heiligen-Geist-Kirche getragen. Die Landfrauen feierten gemeinsam mit Pastor Tobias Jäger das Erntedankfest. Der Altarraum war zuvor von der Gemeinde und dem Bauernverband Langeln mit Gemüse, Obst und Blumen aus der Region üppig geschmückt worden. Dazwischen wanden sich Girlanden aus Heidekraut, und auf dem Altar lag ein großes rundes Brot, das mit der Zahl 2015 verziert war.

Susanne Hachmann vom Vorstand der Landfrauen begrüßte die Besucher und erinnerte daran, dass es viele Menschen gebe, denen es nicht so gut gehe wie uns, und dass wir teilen mögen. Pastor Jäger ging in seiner Ansprache auf den Begriff Dankbarkeit ein. „Wir sollten uns nicht darauf konzentrieren, was wir nicht besitzen, sondern dankbar für das sein, was wir haben“, sagte er und berichtete von einem Brauch in Papua-Neuguinea, wo er mehrere Jahre lang als Pastor gewirkt hatte. Anhand eines Erlebnisses verdeutlichte er, dass die Menschen dort nicht ,Danke’ sagen, sondern mit persönlichen Gaben „Danke tun“.

Einen anderen Brauch stellte Jäger vor, indem er für die Kollekte aus Kokosnüssen geschnitzte Schalen vor den Altar stellte. Eine lange Schlange bildete sich zu Orgelmusik, um dort eine finanzielle Gabe sowie die zur Begrüßung erhaltenen Blumen abzulegen. Um Erntebräuche ging es bei der anschließend im Gemeindehaus servierten Kohlsuppe an von den Landfrauen apart geschmückten Tischen.

Karin Strohbeen-Engelau referierte kurzweilig über alte Bräuche wie etwa dem Mäusekorn. Das aus den Ähren gefallene Korn wurde demnach im ersten Erntewagen auf das Feld zurückgebracht, damit die Mäuse dort blieben. Und wer die meiste Zeit brauchte, um die Garben zu binden oder zu schneiden, erhielt die „Olsch“ oder den Ollen als große Strohpuppe, so Strohbeen-Engelau.

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