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Barmstedter Zeitung

17. Oktober 2017 | 04:39 Uhr

Barmstedt : Erntedank für alle Sinne

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Eindringlicher Gottesdienst, tolles Fest: Der Landfrauenverein Barmstedt-Rantzau stellt eine beeindruckende Feier auf die Beine.

shz.de von
erstellt am 10.Okt.2013 | 00:31 Uhr

Nachdem die Ernte weitgehend eingebracht ist, feiert die Bevölkerung landauf, landab das Erntedankfest. Damit bringt sie zum Ausdruck, dass es nicht alleine in der Hand des Menschen liegt, ob es genug Nahrungsmittel gibt, und hebt außerdem die Bedeutung der bäuerlichen Produktion hervor. Der Landfrauenverein Barmstedt-Rantzau beging traditionell in der Heiligengeistkirche das Traditionsfest, das mit dem feierlichen Einzug einer ausgewählten Delegation und dem Hereintragen des Erntekorbes begann. Viele Mitglieder, die sich in dem Gotteshaus eingefunden hatten, verfolgten stehend dieses beeindruckende Ritual.

Die anschließende Begrüßung nahmen Pastorin Antje Stümke und Vorstandsmitglied Susanne Hachmann vor. Einem Gedicht zum Thema „Danken“ folgten im weiteren Verlauf der Veranstaltung gemeinsames Singen von Liedern, sowie besinnlich-nachdenkliche Wortbeiträge der Seelsorgerin. „Erntedank ist ein Fest für alle Sinne, das wir, die Menschen, vor Gott feiern“, erklärte sie. Eingehend setzte sie sich mit der Bedeutung des Begriffs „Danken“ auseinander, der sowohl den Blick zurück als auch in die Zukunft einschließe, und sprach vom Dank, den wir dem Schöpfer schulden – denn ohne sein Zutun sei eine reiche Ernte nicht möglich: „Wir hoffen und warten auf die Hilfe Gottes.“ Die Welt ist nicht befriedet: In vielen Ländern herrscht Gewalt, Zerstörung, Armut und Hunger. Auch daran erinnerte Stümke: Wo Krieg herrsche, würden die Saaten zerstört.

Nach der Andacht in dem Gotteshaus, das im Altarbereich mit Gaben der Natur wie Getreide, Gemüse und Obst geschmückt war, wurde die Veranstaltung im Gemeindehaus fortgesetzt. Dort hielt Helga Schwartkop aus Bahrenfleth ein Referat zum Thema „Wild auf Wild“. Darin informierte sie über frei lebende Wildtiere und setzte sich mit der Frage auseinander, was für die Verwendung von Wild in der Küche spricht. Schwartkop, seit mehr als 40 Jahren Jägerin, erklärte gegenüber unserer Zeitung, dass die jagdliche Entnahme von Wild eine nachhaltige Nutzung darstelle: Man entnehme der Natur etwas, das wieder nachwachse. Ein kulinarischer Leckerbissen, Wildgulasch mit Spätzle, rundete den Abend ab.

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