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Kreis Pinneberg : Erhöhte Unfallgefahr mit Wild

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Kreisjägermeister Wolfgang Heins mahnt alle Autofahrer zu mehr Vorsicht beim Befahren der Landstraßen im Herbst.

shz.de von
erstellt am 08.Okt.2013 | 16:00 Uhr

Die dunklere Jahreszeit hat begonnen, damit verbunden ist auch eine steigende Zahl von Unfällen. Diese passieren hauptsächlich frühmorgens und abends, wobei häufig das Wild die Ursache darstellt, das im Herbst besonders aktiv ist und vermehrt die Landstraßen passiert. Das wird sich mit der Zeitumstellung noch verschärfen. Ein besonderer Gefahrenbereich sind die Feld- und Waldgebiete, die oft im Nebel liegen. Für die Autofahrer gilt, bei schlechten Sichtverhältnissen und in Waldgebieten den Fuß vom Gaspedal nehmen und den Sicherheitsabstand zum Vordermann vergrößern. Achten sollten sie auch auf Wildwechsel-Schilder: Sie fordern von ihnen eine angemessene, vorsichtige Fahrweise ein. „Befinden sich bereits Tiere auf der Fahrbahn, heißt es, abbremsen und abblenden“, so Kreisjägermeister Wolfgang Heins. „Außerdem sollte man darauf gefasst sein, dass noch weitere Tiere in der Nähe sind.“

Falls es trotz umsichtigen Verhaltens einmal zu einer Gefahrensituation kommt und der Autofahrer nicht ohne Risiko für sein eigenes Leben oder seine Gesundheit ausweichen kann, sollte er das Lenkrad festhalten und den Zusammenstoß mit dem Tier in Kauf nehmen: Das ist immer noch besser, als andere Verkehrsteilnehmer zu gefährden, gegen einen Baum oder in den Graben zu fahren. Nach einem Wildunfall ist die Unfallstelle zu sichern, gegebenenfalls Erste Hilfe zu leisten und den Rettungsdienst zu alarmieren – und dann den Unfall bei der Polizei oder beim nächsten örtlichen Jäger melden. Mit einer schriftlichen Bestätigung von dort kann der Autofahrer bei seiner Versicherung den Wildschaden melden.

Im Oktober passieren zwar die meisten Wildunfälle, wilde Tiere gehören jedoch auch im übrigen Jahr zu den größten Gefahren für Auto- und Motorradfahrer. Bei Verkehrsunfällen mit Wildschweinen, Rehen und Hirschen werden jährlich etwa 3 000 Menschen in Deutschland verletzt. Jede dritte Minute läuft ein Wildtier vor ein Auto. Der materielle Schaden beträgt jährlich etwa 450 Millionen Euro.

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