Kriminalstatistik 2017 : Erfolg für die Polizei: Weniger Einbrüche in Barmstedt

In Barmstedt registrierte die Polizei 2017 neun Wohnungseinbrüche. 2016 waren es 17.
In Barmstedt registrierte die Polizei 2017 neun Wohnungseinbrüche. 2016 waren es 17.

Laut den Beamten haben sich verstärkte Kontrollen und Präventionsangebote bewährt. Zahl der gestohlenen Räder sinkt.

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31. Mai 2018, 16:00 Uhr

Barmstedt | In der Stadt Barmstedt und dem Amt Rantzau lebt es sich gut und sicher. Das ist das Fazit von Sascha Schmidt, Stationsleiter der Barmstedter Polizei, nach Auswertung der Kriminalstatistik für das vergangene Jahr. Durchschnittlich wurden in 2017 von der Polizei etwas mehr als die Hälfte der begangenen 460 Straftaten aufgeklärt. 2016 waren es 42,4 Prozent von 484 Straftaten.

Besonders der massive Einsatz zur Bekämpfung der Einbruchskriminalität seitens der Landespolizei sowie die zahlreichen Präventionsangebote für Bürger hätten sich ausgezahlt, berichtete Schmidt bei der Vorstellung der Statistik. „Wir haben eine sehr positiv veränderte Sicherheitslage.“ Die von der Landespolizei registrierten Zahlen zu Wohnungseinbrüchen für 2017 in Schleswig-Holstein sind auf dem niedrigsten Stand seit fünf Jahren, teilte die Polizei im Februar dieses Jahres mit. Auch in der Stadt Barmstedt zeigt sich ein ähnlicher Trend: 2016 verzeichnete die Polizei laut Schmidt 17 Wohnungseinbruchsdiebstähle in Häuser und Wohnungen. 2017 waren es neun. „Das ist ein erheblicher Rückgang um fast 50 Prozent“, betont der Stationsleiter. Allerdings würden einige Verfahren bei der Sonderkommission noch laufen, daher sei die Statistik noch nicht zu hundert Prozent final. Auch in den Amtsbezirken Rantzau und Hörnerkirchen zeige sich der Trend. „Die Zahlen sind rückläufig. Das ist sehr positiv.“

Großteil einfache Diebstähle und Sachbeschädigungen

Einen Großteil der Straftaten machen laut Schmidt in Barmstedt einfache Diebstähle und Sachbeschädigungen aus. Bei den einfachen Diebstählen zählte die Polizei 144 Fälle (2016: 178), die Aufklärungsquote lag dabei im vergangenen Jahr bei knapp 20 Prozent. Bei vielen dieser Delikte gebe es kaum einen „Anfasser“, den die Polizei zur Aufklärung nutzen könne. Bei den Sachbeschädigungen habe man im vergangenen Jahr (98 Taten) gegenüber 2016 (102 Taten) ebenfalls einen leichten Rückgang verzeichnen können. Unter die Kategorie falle beispielsweise das Abtreten von Außenspiegeln. Aber auch die Schmierereien am Schusterjungen gehörten dazu, werden aber erst in der Statistik für 2018 gezählt. Die Aufklärungsquote bei Sachbeschädigungen lag laut Schmidt 2016 bei 18 Prozent und 2017 bei 25 Prozent.

Die Zahl der Fahrraddiebstähle sank in Barmstedt auf 30 Fälle. Tatort ist in vielen Fällen der Bahnhof.
Elisabeth Meyer
Die Zahl der Fahrraddiebstähle sank in Barmstedt auf 30 Fälle. Tatort ist in vielen Fällen der Bahnhof.
 

Schwer aufzuklären sei auch der Diebstahl von Fahrrädern. 2017 wurden der Polizei 30 Fälle gemeldet, 2016 waren es 35. Betroffen waren in erster Linie die Bahnhofsgegend sowie die Bereiche im Stadtkern um die Supermärkte.

Hohe Aufklärungsquote bei Körperverletzungen

Hoch ist im Gegensatz dazu die Aufklärungsquote bei den Körperverletzungen. Und im Vergleich mit 2017 sei die Zahl sogar noch einmal gestiegen, betont Schmidt. „Wir haben gute Arbeit gemacht und fast alle Fälle aufklären können“, so der Stationsleiter. 2016 registrierte die Polizei 51 Delikte (88,2 Aufklärungsquote), 2017 waren es 57 Delikte, von denen 94,7 Prozent aufgeklärt wurden. Einen Raub habe es im vergangenen Jahr in Barmstedt nicht gegeben. In zwei Fällen sei es in der Stadt 2017 zu Gewalt gegen Polizeibeamte gekommen – eine niedrige Zahl, so die Polizei. Beide Taten seien aufgeklärt worden, berichtet Schmidt.

Was ihm aufgefallen sei: Im Umweltsektor habe es eine Zunahme der Straftaten gegeben. 2016 verzeichnete die Polizei elf Fälle, in 2017 stieg die Zahl auf 14. In einem Fall sei eine ganze Wagenladung Reifen illegal in der Natur entsorgt worden. Auch Ordnungswidrigkeiten habe es in diesem Bereich viele gegeben. Die Aufklärungsquote lag bei 65 Prozent.

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