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Jürgen Harder aus Barmstedt : Er warnt die Bevölkerung vor Elektrosmog

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Der integraler Baubiologe Jürgen Harder will Menschen zu einem gesunden Umfeld verhelfen und warnt vor Elektrosmog.

Barmstedt | Es gibt nur wenige integrale Baubiologen in Deutschland. Einer von ihnen wohnt in Barmstedt: Jürgen Harder. Der 66-Jährige ist Experte für gesundes Bauen, Wohnen, Leben und Arbeiten. „Mediziner und Heilpraktiker therapieren unseren Körper im Innern. Baubiologen finden die Störfaktoren im Außen“, sagt er. Nur wenn beide Ebenen bearbeitet würden, könne der Körper Selbstheilungskräfte voll entfalten.

Harder hat in Hamburg Maschinenbau studiert, anschließend Großwärmepumpen- und Kälteanlagen gebaut und sich 1985 mit einem Hausbauunternehmen selbstständig gemacht. Er baute etwa 350 Einzel- und Doppelhäuser im Großraum Hamburg, wobei ihm die Qualität des Baumaterials und der Handwerkerleistungen wichtig waren. Ebenso wichtig war ihm, dass Menschen in einem Haus möglichst ohne Schadstoffe wohnen. Daher absolvierte er ein Fernstudium in Baubiologie und Nachhaltigkeit. „Ich wollte wissen, welche Zusammenhänge zwischen Bauen und gesundem Wohnen bestehen und diese Dinge nicht nur lernen, sondern auch praktisch erleben“, so Harder. Inzwischen haben er und ein kleines Team aus Umweltmedizinern, Mikrobiologen, Biochemikern, Geomanten und baubiologischen Ökonomen selbst Studenten zu integralen Baubiologen ausgebildet.

Es gebe im Haushalt diverse „Störfaktoren“, sagt Harder. „Es beginnt schon mit Steckdosen, die links und rechts am Kopfende des Bettes angebracht sind“, sagt Harder. Die unter Spannung stehenden Elektroinstallationen erzeugten im Körper des Schlafenden eine Spannung, die mit einem Digitalmultimeter zu messen sei. Der Schlafmodus des Menschen werde mit Spannung aufgeladen, erklärt Harder. Zehn Millivolt Körperspannung während der Schlafphase seien ideal. Am Bett seien häufig 3000 Millivolt vorzufinden, die die notwendige Entspannung verhinderten. „Die Menschen fühlen sich dann schlapp, unwohl und müde und wissen nicht, warum“, so Harder.

Auch die moderne Schnurlostechnik in Kinder- und Schlafzimmern oder am Arbeitsplatz sei eine Gefahr, sagt Harder. „Weltweit warnen Ärzte vor den Folgen steigender Strahlendosen.“ Auch Giftstoffe in Textilien, Farben, Putzmitteln und Kosmetik könnten Menschen belasten und das Raumklima zerstören, so der Barmstedter. Sogar Kunststoff-Jalousien minimierten die lebensnotwendigen negativen Sauerstoffionen. „Jeder kennt es: bei Sonnenschein ab an die Elbe und tief durchatmen – das sind negative Sauerstoffionen pur“, so Harder.

Baubiologen beschäftigen sich mit dem Wohn- und Arbeitsumfeld der Menschen. Als Begründer der Baubiologie in Deutschland, einem Vorläufer des ökologischen Bauens, gilt der Arzt Hubert Palm, der mit zahlreichen Vorträgen in den 1960er Jahren bekannt wurde.

Konzentrationsstörungen, Burnout, Allergien, Kopfschmerzen und Neurodermitis seien nicht selten die Folgen ungesunden Wohnens, ist Harder überzeugt. Per Messtechnik könne er vieles aufklären – Schimmelbefall etwa oder Giftstoffe aus Farben und Teppichen ließen sich mit Raumluftmessung nachweisen, was manchmal Detektivarbeit sei. Um Belastungen zu reduzieren, könne man Fernseher und Handy aus dem Schlafzimmer verbannen oder Wärmebrücken, die ideal für Schimmelpilze seien, baulich beseitigen. Richtiges Lüften und Heizen seien ebenfalls wichtig.

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