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Nachruf Arnold Schmidt : „Er war entscheidungsfreudig, neugierig und für alles offen“

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Der Barmsteder Arnold Schmidt engagierte sich unter anderem ehrenamtlich im BMTV. Er starb im Alter von 83 Jahren.

shz.de von
erstellt am 28.Aug.2013 | 00:33 Uhr

Im Alter von 83 Jahren ist vor kurzem der Barmstedter Arnold Schmidt gestorben. Der gebürtige Klein Offensether besuchte nach dem Umzug nach Barmstedt die Chemnitzschule, die er im Alter von 15 Jahren verlassen musste. Sein Stiefvater war im Krieg gefallen, und die Mutter konnte das Schulgeld nicht zahlen. 1945 begann Schmidt bei Verleger Johannes Prange eine Lehre als Schriftsetzer. Anschließend bildete sich der wissbegierige junge Mann zum Buchdrucker weiter. Aufgrund der Doppelausbildung lautete seine Berufsbezeichnung „Schweizer Degen“.

1956 heiratete Schmidt Gisela Tolksdorf und kaufte mit ihr ein Haus an der Feldstraße, in dem er bis zu seinem Lebensende wohnte. Kurz nach der Hochzeit ließ er sich neben der Arbeit zum Schriftsetzermeister ausbilden. Als Meisterstück wählte er das Barmstedter Stadtwappen, das er in einem aufwendigen Drei-Farbdruck-Verfahren fertigte. Er blieb 24 Jahre bei Prange, schrieb etliche Berichte für die Barmstedter Zeitung und schied 1967 als Betriebsleiter aus, weil wegen des neuen Offsetdruckverfahrens immer weniger Schriftsetzer benötigt wurden.

Schmidt sattelte um auf Versicherungsvertreter und wurde Bezirkskommissar der Landesbrandkasse/Provinzial. Dort zeichnete er sich durch enorme Hilfsbereitschaft aus. So eilte er häufig selbst zum Brandgeschehen, um seinen Kunden zu helfen. Für die Versicherten war er rund um die Uhr erreichbar. Viele schätzten es, dass er fließend Platt sprach. Ehrenamtlich engagierte er sich viele Jahre lang im BMTV, wo er unter Ede Menzler Feldhandball spielte, den Spielmannszug leitete und im Vorstand als Sozialwart arbeitete. Bei Haus & Grund war er viele Jahre lang Vorsitzender, Ehrenvorsitzender und im Landesvorstand tätig.

„Er konnte gut auf Menschen zugehen, war entscheidungsfreudig, neugierig und für alles offen“, sagen Schmidts Weggefährten. „Er hat sich mit seinen Aufgaben identifiziert.“ Privat unternahm der Naturfreund oft Bergwanderungen mit seiner Familie und Freunden. Er liebte auch die frische Luft auf Sylt. Arnold Schmidt hinterlässt Ehefrau Gisela, zwei Kinder und sieben Enkel, die er aufwachsen sah und sehr geliebt hat.

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