Barmstedt : Er sah den mysteriösen Boeing-Absturz vorher

Jean-Paul Zamora widmet sich der Astrologie und der Schriftstellerei.
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Jean-Paul Zamora widmet sich der Astrologie und der Schriftstellerei.

Der Barmstedter Jean-Paul Zamora glaubt, hellseherische Fähigkeiten zu haben. Astrologe und Buchautor wagt Blick ins kommende Jahr.

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02. Januar 2015, 10:16 Uhr

Barmstedt | Er ist so vollgepackt mit Erlebnissen und Erfahrungen, dass selbst mehrere Stunden nicht ausreichen, um sein Leben zu beschreiben: Der Barmstedter Jean-Paul Zamora ist Theologe, Astrologe und Seher, verfügt über Kenntnisse in Heilmedizin und Biologie und hat kürzlich sein fünftes Buch herausgebracht.

Auftritte in Fernseh- und Radiosendungen – etwa bei „Guten Abend, RTL“ und beim Radiosender RSH hätten ihn bekannt gemacht, wie er sagt. Nach eigener Auskunft hat er live im Fernsehen das Erdbeben im japanischen Kobe im Januar 1995 vorausgesagt. Auch den mysteriösen Absturz der Boeing der Malaysia Airlines im März 2014, die bis jetzt nicht gefunden wurde, habe er vorhergesehen. „Ich sah die Maschine trudeln und stürzen und dem Wasser entgegenfallen“, sagt er. Seiner Vision nach ist die Maschine weiter südlich abgestürzt als gesucht wird. Und es habe ein technischer Defekt vorgelegen.

Visionen begleiten Zamora seit seiner Kindheit. Er habe diese Gabe von seiner Mutter geerbt, die sich viel mit Esoterik beschäftigt habe, sagt er. Er habe einen Draht zu Dingen, die jenseits der Vorstellungskraft der meisten Menschen lägen. „Jeder könnte diese Tür öffnen, aber das wird den Menschen aberzogen“, sagt Zamora. Als Astrologe achte er auf die Konstellation der Sterne. „Ich hatte mir damals die Berechnungen der Nasa vorgenommen und mit Zirkel und Lineal gerechnet“, sagt er. Er habe herausgefunden, dass es das 13. Sternzeichen, den „Schlangenträger“, gibt. Und dass jedes Mal, wenn Saturn vor Antares steht, ein Gau passiere. So geschehen 1957 in der Ukraine und 1986 in Tschernobyl.

Schweigen ist Gold, hat er gelernt. „Ich habe bei einer Voraussage die CIA im Nacken gehabt, die misstrauisch anfragte, ob ich bei dem Ereignis beteiligt gewesen sei, denn woher hätte ich es sonst wissen sollen“, sagte er. Seherische Fähigkeiten könnten gefährlich sein, deshalb ist Zamora vorsichtig.

Er wuchs in einer französischen Kolonie in Afrika auf, wo sein Vater in der Öl- und Diamantforschung tätig war. Als junger Mann kam er zur Marine und diente als Unteroffizier auf dem Flugzeugträger Clemenceau, auf dem er einen Atomtest auf dem unbewohnten Mururoa-Atoll im Südpazifik miterlebte. Zuvor hatte er acht Jahre lang ein Jesuiteninternat besucht, dessen Strenge ihn davon abhielt, als Theologe zu wirken, worin er seinen Doktortitel erworben hatte.

Seinen weiteren Lebensweg beschreibt Zamora so: In Paris arbeitete er bei der Spionage-Abwehr der Polizei und nutze dort seine Begabung, Leichen zu finden. „Sie erschienen mir und umklammerten mit ihren eiskalten Händen meine Handgelenke“, sagt er. Dadurch habe er gewusst, wo er suchen musste. Doch die Anstrengungen hielt er nicht lange durch und beendete die Tätigkeit.

In Paris half er einer deutschen Frau, die ihn daraufhin nach Hamburg einlud. Er kam und blieb. „Ich hatte zuvor gehört, Deutschland sei ein gefährliches Militärland, aber ich fand Freundlichkeit und Offenheit vor. Ich war fasziniert“, sagt Zamora, der zunächst sieben Jahre in Hamburg in einer französischen Privatschule unterrichtete und dann nach Barmstedt zog, wo er seit 32 Jahren mit seiner Lebensgefährtin wohnt.

Nach wie vor überfluten ihn Visionen, sagt er. „Aber ich habe mich an Kontakte und Erscheinungen gewöhnt.“ Er ist überzeugt, dass tote Familienmitglieder Schutzengel für die Nachkommen sind. Auch sein geliebter, gerstorbener Kater erscheine ihm ab und zu.

Zamora entspannt sich mit Schach, er zeichnet gern und sitzt in Cafés, um sich Inspirationen für seine literarischen Werke zu holen. In seinen Büchern kann er autobiographische Züge nicht verleugnen. Der jüngste Roman „Das Haus in Vallauris“ erzählt von Nahtoderfahrungen im Wachkoma. „Wer es liest, dem wird die Todesangst genommen“, sagt Zamora. Denn Angst mache krank. Er hat den Roman auf deutsch geschrieben und ihn absichtlich nicht von einem Lektor redigieren lassen.

Was bringt das neue Jahr? Zamora schaut auf die Sternenkonstellationen und auf die Sonnenfinsternis im März. „Putin wird Schwierigkeiten bekommen, und auch Angela Merkel muss aufpassen“, sagt er voraus.

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