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Barmstedter Zeitung

19. Oktober 2017 | 01:05 Uhr

"Entweder Freibad - oder Gänse-Paradies"

vom

shz.de von
erstellt am 10.Aug.2013 | 03:14 Uhr

Barmstedt | Die Stadtwerke haben alles versucht: Silvesterböller, Elektrozäune, Seeadler-Attrappen, ein Schäferhund. Doch nachhaltig gebracht hat das alles nichts: Die Kanadagänse bevölkern den Rantzauer See und das Strandbad nach wie vor. In einer derart hohen Anzahl, dass ihre Hinterlassenschaften den See überdüngen und so das Blaualgenwachstum fördern, wie Werkleiter Fred Freyermuth erklärt. Gestern musste das Bad deshalb zum zweiten Mal in dieser Saison geschlossen werden.

Dem Werkleiter reicht es jetzt. Die Politik müsse sich entscheiden, ob der See ein Freibad bleiben oder "ein Eldorado für Wasservögel" werden solle, sagte er. Sollte letzteres eintreten, könnte es im nächsten Jahr vorbei sein mit dem Badespaß - denn in Anbetracht der Gesundheitlichsgefahr, die vom Vogelkot und den Algen ausgehe, "kann ich eine erhebliche Reduzierung oder gar Einstellung des Betriebs nicht ausschließen", so Freyermuth. Gegen ein paar Gänse auf dem See sei nichts einzuwenden, sagte er. "Aber das, was da passiert, ist nicht mehr natürlich!" Die Vögel vermehrten sich übermäßig, weil viele Spaziergänger die Verbotsschilder am Ufer ignorierten und die Tiere fütterten.

Zurzeit stellen die Freibadmitarbeiter abends einen Zaun in Ufernähe auf, der die Gänse zumindest von der Liegewiese fernhalten soll. "Das verhindert aber leider nicht, dass sie im Planschbereich für die Kleinkinder hocken", sagte Freyermuth. Wenn für die Gänse eine alternative Fläche gefunden werden würde, "bin ich sofort dabei", sagte er. Doch selbst die nahe und extra kurz gemähte Lübbingsche Wiese hält die Gänse nicht vom Freibadbesuch ab.

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