Klein Offenseth-Sparrieshoop : Empfang mit Besucherrekord

Günther Korff ehrte Kaninchenzüchterin Michelle Kind.
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Günther Korff ehrte Kaninchenzüchterin Michelle Kind.

Klein Offenseth-Sparrieshoops Bürgermeister Günther Korff blickte zum Jahresbeginn auf 2017 zurück.

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25. Januar 2018, 16:00 Uhr

Klein Offenseth-Sparrieshoop | Der Neujahrsempfang des Klein Offenseth-Sparrieshooper Bürgermeisters Günther Korff (SPD) gehört endgültig zum Gemeindeleben dazu. Das Gemeindezentrum Diekendeel war bis auf den letzten Platz besetzt. „199 Besucher! Mehr geht nicht!“, freuten sich Korff und Mitstreiterin Antje Giehm. Geboten wurde ein abwechslungsreiches Programm mit einer dreiteiligen Rede des Bürgermeisters, Sketchen „Marke Stenkelfeld“ von der Theatergruppe Würfelzucker sowie einer musikalischen Umrahmung am Klavier und Ehrungen verdienter Sparrieshooper.

So erhielt Wehrführer Gerd Schlüter die Ehrennadel der Gemeinde in Silber, ebenso Heike Martensen. Die bronzene Ehrennadel ging an Mareike Riewesell und an Gerd Bornholdt. Und noch eine Sparrieshooperin hob Korff im Laufe des Neujahrsempfangs hervor: Die 18-jährige Michelle Kind. Obwohl sie Deutsche Meisterin und mehrfache Landesmeisterin ist, wird sie bei keiner Sportlerehrung erwähnt, erklärte der Bürgermeister. Michelle züchtet nämlich ausgesprochen erfolgreich Kaninchen. Neben diesen Besonderheiten erlebten die Besucher der Veranstaltung einen nachdenklichen Bürgermeister, der sehr persönliche Einblicke in die Arbeit von Bürgermeister und Gemeindevertretern und Ausschussmitgliedern gab.

In aller Deutlichkeit wies Korff darauf hin, dass er sich als Bürgermeister für jeden Sparrieshooper verantwortlich fühlt: „Jeder weiß, woher ich politisch komme. Ich habe mich während der gesamten Legislaturperiode bemüht, das als Bürgermeister nicht durchblicken zu lassen.“ In diesem Zusammenhang machte er seinem Ärger Luft, dass eine kommunalpolitische Fraktion den Gemeindekalender für Parteipolitik nutzt. „Da hat Parteipolitik nicht zu suchen.“

Der Bürgermeister schlug den Bogen zum aktuellen Bebauungsplan, dem Umbauvorhaben Lernhus, dem damit verbundenen Umzug der Bibliothek, den Wasserschäden in der Sporthalle, für die es voraussichtlich eine Lösung gibt und bedankte sich bei allen Beteiligten für ihren Einsatz und ihre Geduld. Auch die Amtsverwaltung erwähnte Korff: „Die Zusammenarbeit von Gemeinde und Amt wird immer wichtiger, weil die Probleme umfangreicher und schwieriger werden. Die Mitarbeiter sorgen dafür, dass der Bürgermeister nicht mit mindestens einem Bein im Knast steht.“

Mit dem Gedicht „Nur kein Ehrenamt“ von Wilhelm Busch, das nichts von seiner Aktualität verloren hat, leitete Korff den zweiten Teil seiner Rede ein und blickte auf besondere Ereignisse des vergangenen Jahres zurück. Das reichte von der Zuschussbeantragung für das Lernhus und seine Folgen für die Gemeinde bis hin zur Zusammenarbeit innerhalb der Stadt-Umland-Kooperation und einem berührenden Gespräch mit Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier über das Ehrenamt.

Im dritten Teil seiner Ansprache gab Korff einen Ausblick auf 2018. Das betraf Themen wie das Jugendhaus, das Qualitätsmanagement im Kindergarten, den Internetausbau, den Containerstandplatz und die Außenanlagen des Gemeindezentrums. Der Bürgermeister bedankte sich bei seinem Stellvertreter Rainer Bonnhoff für die Zusammenarbeit und sagte: „Vielleicht ist diese Rede meine letzte Neujahrsansprache. Dann könnte ich behaupten, dass ich wohl nie zuvor in fünf Jahren mehr gelernt habe, als jetzt. Allen Gerüchten zum Trotz werde ich nicht nach Schweden auswandern!“

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