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Barmstedter Zeitung

18. August 2017 | 22:47 Uhr

Elmshorn wird immer krimineller

vom

Elmshorn | Körperverletzungen, Diebstähle, Sachbeschädigungen und Schmierereien sind in Elmshorn an der Tagesordnung. An immer mehr Stellen in der Stadt werden Sicherheitsdienste eingesetzt, um der Lage Herr zu werden. Ob auf Baustellen wie der Hafenspange, im Stadtteil Hainholz, bei McDonalds oder neuerdings auch im Jobcenter des Kreises Pinneberg. Dort ist seit Anfang August ein Sicherheitsdienst aktiv.

"Wir hatten in letzter Zeit etliche tätliche Übergriffe. Wir mussten handeln, um Mitarbeiter und Kunden zu schützen", sagt Jörg Kregel, Pressesprecher des Jobcenters, auf Anfrage unserer Zeitung. Der zusätzliche Schutz sei zunächst bis Ende des Jahres befristet. "Dann schauen wir, ob sich der Sicherheitsdienst bewährt hat", erläutert Kregel, der die sinkende Hemmschwelle als gesellschaftliches Problem sieht.

Das empfindet auch Volker Hatje so. "Gefühlt haben Vandalismus und Diebstahl deutlich zugenommen", berichtet Elmshorns Stadtrat. Die Stadt habe handeln müssen und auf den Baustellen für Hafenspange und Hafenplatz Security engagiert. "Es ist sehr ärgerlich, wenn man etwas in Elmshorn verschönern will und es irgendwelche Chaoten sofort zerstören", so Hatje.

Auch das Immobilienunternehmen TAG kennt die Probleme. Seit 2010 hat es im Stadtteil Hainholz einen Sicherheitsdienst engagiert, um seine Mieter und Mietobjekte zu schützen. "Der Einsatz von Sicherheitsdiensten ist zum Beispiel gegen Sperrmülltourismus und Ruhestörungen als Hilfestellung für die Mieter gedacht. Insgesamt ist es ruhiger, sauberer und ordentlicher geworden. Die Rückmeldung der Mieter ist durchweg positiv", sagt Dominique Mann von der TAG-Pressestelle.

Kein Sicherheitsdienst, aber erhöhte Polizeipräsenz war nötig, um den Brennpunkt schlechthin in Elmshorn in den Griff zu bekommen: den Bahnhof. Seit Anfang Februar hat die Bundespolizei einen festen Standort am Holstenplatz. "Die Entwicklung ist sehr gut. Die Kooperation mit den Kollegen der Bundespolizei funktioniert bestens", sagt Elmshorns Polizeichef Mike Schirdewahn. Von der zusätzlichen Videoüberwachung, die im Herbst im Bahnhofsumfeld installiert werden soll, erhofft er sich weitere positive Effekte. Grundsätzlich sei es ganz schwierig, Vandalismus zu bekämpfen. "Sachbeschädigung ist ein feiges Delikt. Für die Polizei ist es nahezu unmöglich, die Fälle aufzuklären. Wir müssen die Täter quasi auf frischer Tat ertappen, damit sie bestraft werden."

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erstellt am 17.Aug.2013 | 03:14 Uhr

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