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Barmstedter Zeitung

17. Dezember 2017 | 07:51 Uhr

Elmshorn: Trauerfall überschattet Wahl

vom

shz.de von
erstellt am 22.Mai.2013 | 01:14 Uhr

Elmshorn | Die Elmshorner SPD trauert um Jürgen Wallbaum. Der 73-Jährige starb am Wochenende nach schwerer Krankheit. Wallbaum war einer der bekanntesten Sozialdemokraten Elmshorns und seit 1986 als Stadtverordneter in zahlreichen Ausschüssen aktiv. Wallbaums Tod hat direkte Auswirkungen auf die Kommunalwahl am Sonntag. Er war Kandidat im Wahlbezirk "Bismarckschule I". Damit ist klar: Ein amtliches Endergebnis für Elmshorn am Wahlabend wird es nicht geben.

"Im Wahlbezirk I, Bismarckschule I, findet die Gemeindewahl nicht statt, es wird aber für den Kreis gewählt", sagt Bürgermeisterin Brigitte Fronzek. Die Wahl berechtigten bekommen im Wahllokal zur Abstimmung nur den Stimmzettel für die Kreiswahl. Die Briefwahl für die Gemeindewahl im Bezirk I ist ungültig. "Der Gesetzgeber sieht vor, dass die Gemeindewahl in diesem Bezirk innerhalb von sechs Wochen nachgeholt werden muss", sagt Wahlleiterin Sybille Lamke von der Stadtverwaltung.

Für die 1850 Wahlberechtigten im Wahlbezirk I hat das folgende Auswirkungen: Sie bekommen keine neue Wahlbenachrichtigung für den neuen Wahltermin. Am Termin selbst müssen sie sich mit ihrem Personalausweis ausweisen. Wann gewählt wird, steht noch nicht fest. Auch die Frist für die Briefwahl wird erst in den kommenden Tagen festgelegt und veröffentlicht. "Die Situation ist schlicht ungewöhnlich", so Bürgermeisterin Fronzek.

Fest steht, dass es für Elmshorn nur ein vorläufiges Ergebnis auf der Basis von 19 der 20 Wahlbezirke geben wird. Das endgültige Resultat ist erst nach der Nachwahl klar. Trotzdem trifft sich das neu gewählte Stadtverordneten-Kollegium zur konstituierenden Sitzung am 20. Juni - das ist gesetzlich vorgeschrieben.

Die SPD will in der kommenden Woche auf die Suche nach einem neuen Kandidaten gehen. Im Vordergrund steht bei den Genossen jetzt die Trauer um Jürgen Wallbaum. "Wir sind sehr traurig. Wir verlieren einen außergewöhnlich einsatzbereiten Sozialdemokraten", so der Elmshorner SPD-Chef Ernst Dieter Rossmann. Große Verdienste habe sich Wallbaum in der Seniorenarbeit (AG 60 plus) erworben. Auch SPD-Fraktionssprecherin Dörte Köhne-Seiffert würdigte Wallbaum: "Sein Tod ist ein schwerer Verlust für uns."

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