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Breitbandausbau : Ellerhoop tritt in Zweckverband ein

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Die Gemeinde will einen öffentlich-rechtlichen Vertrag unterzeichnen. Es wird eine Einlage von 20.000 Euro als Stammkapital gezahlt.

Ellerhoop | Ellerhoop möchte flächendeckend möglichst allen Anwohnern und den ortsansässigen Betrieben einen Zugang zum schnellen Internet ermöglichen. Während ihrer jüngsten Sitzung beschlossen die Gemeindevertreter im Gasthof „Zur Linde“ daher einstimmig, dem Zweckverband Breitband Marsch und Geest beizutreten. Ein entsprechender öffentlich-rechtlicher Vertrag soll dazu unterzeichnet werden. Die Gemeinde wird eine einmalige Einlage von 20  000 Euro als Stammkapital an den Zweckverband zahlen.

In Ellerhoop gebe es hinsichtlich des schnellen Internets noch Nachholbedarf, hieß es während der Sitzung. Die jetzige Geschwindigkeit betrage größtenteils 16 Mbits/s. Eine Lückenförderung vom Bund, mit der sich andere Gemeinden des Amts Rantzau derzeit beschäftigen, komme jedoch nicht infrage, so Amtsdirektor Heinz Brandt. Die könnten nur Gemeinden in Anspruch nehmen, die mit Anschlüssen versorgt sind, die eine Geschwindigkeit von weniger als zwei Mbit/s erreichen. „In unserem Neubaugebiet übernimmt die Telekom die Versorgung, sogar mit Glasfaser“, sagte Bürgermeisterin Wiebke Uhl.

Vom Kreis Pinneberg war vor Kurzem eine Markterkundung zum Breitbandausbau mit negativem Resultat erfolgt, so Brandt. Es habe sich kein Unternehmen gefunden, das beabsichtigt, in den kommenden drei Jahren mit eigenen Mitteln ein flächendeckendes Breitbandnetz in Ellerhoop zu errichten. Ein vom Amt beauftragtes Ingenieurbüro schlug vor, dem Zweckverband beizutreten. Durch den Zusammenschluss mehrerer Gemeinden würde die für Ellerhoop ansonsten hohe Investitionssumme verringert werden.

Während einer Bürgermeisterrunde im Amt Rantzau hatte das Ingenieurbüro weiterhin mitgeteilt, dass das Land Schleswig-Holstein bei schwierigen Breitbandprojekten, zu denen das Amtsgebiet Rantzau zählt, zusätzlich mit zu den 50 prozentigen Bundesfördermitteln eine Aufstockung von etwa 25 Prozent in Aussicht stellt. Damit würde eine Gemeinde nur noch einen Eigenanteil von 25 Prozent tragen. Der Heeder Gemeinderat wird sich beispielsweise während seiner Sitzung am Montag, 23. Mai, mit der Beantragung von Bundesfördermitteln beschäftigen. „Diese Co-Finanzierung ist bis jetzt eine Absichtserklärung, es gibt noch keine Richtlinien“, so Brandt. Er hatte sich beim Kompetenzzentrum in Kiel sachkundig gemacht.

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