zur Navigation springen

Marode Infrastruktur : Ellerhoop: Kampf den Rasern und Buckelpisten

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

In Ellerhoop diskutieren Politiker über die Anschaffung eines Geschwindigkeitsmessgerätes. Außerdem erfordern viele Straßen Ausbesserungen.

shz.de von
erstellt am 08.Apr.2014 | 06:00 Uhr

Ellerhoop | Die Missener Straße in Ellerhoop ist in keinem guten Zustand und muss erneuert werden. Darüber waren sich die Mitglieder des Ausschusses für Straßen, Wege, Umwelt und Landschaftspflege einig, die im Multifunktionszentrum (MFZ) tagten. „Wir haben jedoch nicht unbegrenzt Geld zur Verfügung, deshalb fangen wir mit einem Teilstück von 400 Metern an“, so Ausschussvorsitzender Harm Ladiges (CDU).

So soll der Unterbau, bestehend aus einer alten Betonstraße sowie einer darüber liegenden Teerschicht, durchgefräst werden und als Untergrund liegen bleiben. Auch der Radweg entlang der Durchgangsstraße L110 gegenüber dem Gasthof „Zur Linde“ weist Schäden auf. „Das ist eine Buckelpiste“, so Ladiges. Aufschneiden, Teer raus, Sand rein, Pflastersteine darüber – so lautet die Formel. Einige Löcher auf dem Weg sind bereits mit Kaltasphalt befüllt worden.

Der Ausschuss beriet auch darüber, ob die Gemeinde sich ein Geschwindigkeitsmessgerät anschaffen soll. „Sich eines auszuleihen kostet 300 Euro, dann können wir es uns auch selbst zulegen, in der Gemeinde benutzen und ausleihen“, so Bürgermeisterin Wiebke Uhl.

Die Vorschläge, die die Amtsverwaltung Rantzau ausgesucht hatte, wurden diskutiert. Nur Geschwindigkeitsanzeige oder mit Gesichtsfunktion? Mit Aufzeichnungen? Kostenpunkt um 2000 Euro. „Es gibt immer wieder Beschwerden von Bürgern aus verschiedenen Straßen, dass die Autos bei ihnen rasen“, so Uhl. Da sei eine eigene Statistik doch hilfreich. Der Ausschuss plädierte für die Anschaffung, will aber noch Details recherchieren.

Das Entwässerungskonzept des Baugebiets „Pferdekoppel“ wurde diskutiert. Ebenso die Pflege von Gräben in der Gemeinde. Der Vorschlag des Ausschusses an die nächste Gemeindevertretung: „Alle Gewässer von Eigentümern, die nicht dem Abwasserzweckverband angeschlossen sind und nicht der Gemeinde gehören, müssen von den Besitzern selbst gepflegt werden in Bezug auf Reinigung, mähen, ausbaggern.“

Die  „Horror“- Parkplatzsituation an der Schule bereitet der Gemeinde Kopfzerbrechen. Es sind viel zu wenige Plätze vorhanden. Was tun? Die Buskehre an der Schule wird von Bussen nicht genutzt. Parkplätze? „Nein“, sagt Wehrführer Michael Graumann. „Dort ist die Feuerwehrzufahrt.“ Drei Parkplätze können entstehen, wo sich die Container jetzt befinden. Dort lagert allerdings unterirdisch ein alter Öltank. Um den soll sich eine Fachfirma kümmern. Hinter der Sporthalle lassen sich mit einiger Umgestaltung auch noch einige Parkplätze schaffen.

Auch mit der Barmstedter Straße (L110) wird sich  die Gemeindevertretung Ellerhoop während ihrer Sitzung am kommenden Donnerstag, 10. April, befassen. Dann will die Gemeinde den vorliegenden Lärmaktionsplan beschließen. So soll unter anderem bei der nächsten Fahrbahnsanierung der Straße geprüft werden, ob der Einbau eines lärmmindernden Fahrbahnbelags möglich ist. Die Sitzung im Gasthof „Zur Linde“.
Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen