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Barmstedter Zeitung

12. Dezember 2017 | 06:13 Uhr

Einwanderer: Kritik an Stadt und Kreis

vom

shz.de von
erstellt am 23.Mai.2013 | 01:14 Uhr

Elmshorn | Der Einwandererbund (EWB) Elmshorn schlägt Alarm: Die Kosten für die kreisweite Integrationsarbeit explodieren, die Zuschüsse der Stadt reichen hinten und vorne nicht - und vom Kreis Pinneberg gebe es überhaupt kein Geld. "Seit Jahren werden uns von Verwaltung und Politik Steine in den Weg gelegt", sagt EWB-Präsident Hayri Öznarin.

Rund 23 000 Menschen mit ausländischem Pass leben im Kreis Pinneberg, doppelt so viele haben einen Migrationshintergrund. Die Arbeit von Integrationsstellen hat einen hohen Stellenwert - daher ist auch der Kampf um öffentliche Zuschüsse entsprechend hoch. "Wir bekommen nach Abzug der Unterhaltungskosten für die Räume 3000 Euro pro Jahr von der Stadt Elmshorn ausbezahlt, und vom Kreis gibt es gar nichts", rechnet Öznarin vor. Andere würden ungerechtfertigt hohe Zuschüsse erhalten "Für ehrenamtliche Arbeit sind wir gut genug - für bezahlte jedoch nicht!"

Für Elmshorns Bürgermeisterin Brigitte Fronzek (SPD) ist die Kritik ungerechtfertigt: "Wenn Steine in den Weg legen heißt, dass wir dem EWB wie keinem anderen Verein Räumlichkeiten zur Verfügung stellen, dann weiß ich auch nicht", so Fronzek. Die Zuschüsse richten sich nach der Arbeit - und die Vereinbarung der Stadt mit der Diakonie sei sehr gut und seit Jahren bewährt. Daher bekomme sie den Großteil gesamten Fördersumme für Integration in Höhe von 94 700 Euro (Diakonie: 78 400 Euro, EWB: 9300 Euro, Awo: 7000 Euro).

Auch beim Kreis kann man die Kritik nicht nachvollziehen. "Der EWB wird genauso behandelt wie jeder andere Verein im Kreisgebiet", sagt Kreis-Sprecher Marc Trampe. Die Arbeit des Einwandererbundes sei hoch anerkannt, die Leistungen wertvoll für den Kreis. "Jedoch werden diese Leistungen von uns auch bei anderen Vereinen nicht gefördert", so Trampe. Seite 6

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