Bilsen : Einstimmig für Peter Lehnert

Der Bilsener Gemeinderat hat nun elf statt neun Mitglieder. Die Zahl hängt von der Größe der Gemeinde ab.  Fotos: Helga Pergande
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Der Bilsener Gemeinderat hat nun elf statt neun Mitglieder. Die Zahl hängt von der Größe der Gemeinde ab.

Die Gemeindevertretung Bilsen bestätigt den CDU-Politiker im Amt als Bürgermeister.

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29. Juni 2018, 16:00 Uhr

Bilsen | Peter Lehnert (CDU) ist der alte und neue Bürgermeister in Bilsen. Am Mittwochabend wurde er einstimmig von den Gemeindevertretern der CDU und BFB-Fraktion während der konstituierenden Sitzung im Dörpshuus wiedergewählt worden. Die CDU hat acht Sitze, das Bürger Forum Bilsen drei. Vereidigt wird der Bürgermeister normalerweise vom ältesten Mitglied des Parlaments. Das war jedoch Lehnert selbst, und so übernahm das zweitälteste Mitglied Kai Horstmann (CDU) diese Aufgabe.

Einstimmig wurden anschließend die weiteren personellen Entscheidungen getroffen. Lehnerts Stellvertreterin bleibt Ulrike Thomsen (BFB). Zweiter Stellvertreter ist Achim Bestmann (CDU). Aus der Gemeindevertretung ausgeschieden ist Matthias Gülck (CDU), der verabschiedet wurde. Er habe im Bauausschuss viel für die Gemeinde erreicht, betonte Lehnert. Gülck saß 15 Jahre in der Gemeindevertretung und war zweiter stellvertretender Bürgermeister. „Als Bilsener war es mir wichtig, etwas für die Gemeinde zu tun, und als Landwirt interessierte mich der Bau- und Wegeausschuss. Allerdings ist das politische Ehrenamt sehr zeitintensiv“, so Gülck. Er engagiert sich weiterhin als bürgerliches Mitglied im Bauausschuss.

Im Lauf der Sitzung informierte Lehnert zudem über die Straßenbaumaßnahmen an der Alvesloher Straße sowie Op’n Tempel, wo Bodenschwellen zur Reduzierung der Fahrgeschwindigkeit der Autos installiert werden sollen. „Fachleute vom Ordnungsamt haben sich die Situation vor Ort angeschaut und nach Messungen und örtlichen Gegebenheiten wie Einfahrten oder Treckerzufahrten auf Äcker vorgeschlagen, je eine Bodenschwelle im Bereich der Alvesloher Straße 6 und Op’n Tempel 3 einzurichten“, so Lehnert. Eventuelle Widersprüche könnten Anwohner bis zum 31. Juli schriftlich bei der Amtsverwaltung Rantzau einreichen. „Dann entscheidet der Bauausschuss“, so Lehnert.

Mit einer Enthaltung erging der Grundsatzbeschluss, dem Ersatzbau einer Kindertagesstätte auf dem Grundstück des Schulträgers in Hemdingen zuzustimmen. Voraussetzung, betonte Lehnert, sei allerdings die Bewilligung von Landes- und Bundesmitteln. Thomsen bemängelte die Kurzsichtigkeit der Maßnahmen. „Sinnvoller wäre es, das gesamte Areal mit Schule, Sporthalle und Kindergarten zu überplanen“, sagte sie. Es sei ärgerlich, dass dies nicht einmal eingehend geprüft worden sei. Jetzt hätten die Gemeinden mit Renovierung der Klassenräume, Krippenbau und Kitabau ein Fass ohne Boden aufgemacht, zumal die Sporthalle auch nicht mehr neu sei. Lehnert sagte, die Entscheidungen seien nach den jeweiligen Zuschüssen getroffen worden.

Zum Herbst stellt die Gemeinde einen hauptamtlichen Gemeindearbeiter ein.

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