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Ebola : Eine Wedelerin berichtet aus ihrer früheren Heimat

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Die Wedelerin Zoe Yaskey erhält erschütternde Berichte aus ihrer früheren Heimat Liberia.

Wedel | Sie will helfen, will ein besseres Leben für Kinder, die teils in ärmlichsten Verhältnissen in regelrechten Slums leben müssen. Ein Besuch im Jahr 2011 in ihrer früheren Heimat, Liberias Hauptstadt Monrovia, hat Zoe Yaskey einmal mehr geprägt – der Beginn einer Mission. Yaskey hat sie angetreten, hat die „boys and girls basic foundation“ (BGBF) ins Leben gerufen, will helfen, die hygienischen Zustände zu verbessern, in denen die Kinder aufwachsen. Heute dringlicher denn je, da über das Armuts-Elend eine tödliche Gefahr hereingebrochen ist. Ebola.

Liberia, Monrovia – es ist ein Zentrum der Epidemie. „Ich bin nicht überrascht“, sagt Yaskey, die seit 2002 in Wedel lebt. In Teilen stehe es schlimm um die Hygiene. Sie selbst war seit drei Jahren nicht vor Ort, doch per Mail und Telefon hält sie Kontakt. Weiß aus Schilderungen von Freunden, Bekannten: „Es ist wirklich schrecklich, grausam. Man trifft Menschen, die heute noch gesund sind, und morgen sind sie tot.“ Und das nicht nur in den Elendsvierteln. Yaskeys berichtet von einer Freundin aus einer gutsituierten Wohngegend, die auf Blinddarm behandelt wurde. Eine fatale Fehldiagnose. Sie starb, kurz darauf ihr Kind, ihre Schwester, der Bruder und dessen Kind. „Ebola“, sagt Yaskey berührt.

Wenigstens um ihre Geschwister muss sich die Wedelerin nicht sorgen: Sie leben in den USA. Für die Bevölkerung im Slum gelte: Wer konnte, sei weg. Wer bleibt oder bleiben musste, kämpfe mit massiven Folgen der Epidemie: Schulen seien geschlossen, ebenso Geschäfte. Wo noch verkauft werde, hätten sich die Preise verdoppelt. Das gelte auch für Hygienemittel – ausgerechnet. Desinfektion, das bedeute vielfach lediglich ein Eimer mit Chlorlösung. „Überall stehen sie vor den Eingängen“, sagt Yaskey. Ein verzweifelter Versuch, die Krankheit einzudämmen, der viel zu wenig medizinische Fachkräfte gegenüberstehen würden. Hinzu komme die Scham vieler Erkrankter: „Sie verstecken sich, und sie haben Angst vor dem Sterben, dem einsamen Tod auf einer Isolierstation.“

Die tödliche Krankheit, die Schreckensnachrichten aus ihrer früheren Heimat: Mehr denn je möchte Yaskey helfen. Mit den bescheidenen Mitteln, die ihr hier in Wedel zur Verfügung stehen. Einen ersten Benefiz-Flohmarkt mit Kinderfest hat sie bereits erfolgreich auf die Beine gestellt, kräftig unterstützt von Freundinnen, dem Team der Awo-Kita Traute Gothe und durch Sachspenden, etwa von der Stadtsparkasse und der Hamburger Sparkasse. 1215 Euro hat er eingespielt.

Eine Neuauflage ihrer Benefiz-Flohmarkt plant Yaskey im Frühjahr. Rund 10.000 bis 15.000 Euro benötige sie für Hygieneverbesserungen in Familien, die sie 2011 im Rahmen eines Workshops in Monrovia kennen gelernt hat. Und sie hofft auf weitere Unterstützung, um ihre Foundation auf eine breitere Basis stellen zu können. Erste mögliche Mitstreiter hätten sich bereits gemeldet. Weitere seien willkommen, sagt die Wedelerin.

Für ihre Liberia-Hilfe und die von ihr gegründete „boys and girls basic foundation“ sucht Zoe Yaskey noch Unterstützung. Spenden sind ebenso willkommen wie Menschen, die der Wedelerin bei ihrer Arbeit helfen möchten. Kontakt: Telefon 04103-1899896, Mobil 0173-6240203, E-Mail: bgbasicfoundation@gmail.com, Spendenkonto: DE09100100100334504114 (Postbank), Inhaber Zoe Yaskey.
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erstellt am 10.Okt.2014 | 16:00 Uhr

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