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Barmstedter Zeitung

22. Oktober 2017 | 10:56 Uhr

Heede : Eine Übung als große Überraschung

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Jugendwehr Rantzau trainiert auf dem Hof Tietjen in Heede. Bilsener Wehr muss kurzzeitig zu echtem Einsatz ausrücken.

shz.de von
erstellt am 21.Jul.2017 | 16:00 Uhr

Heede | Zwei Verletzte bei einer Verpuffung bei Reparaturarbeiten in einer Halle und ein Feuer im offenen Schrottcontainer, das auf angrenzende Hallen überzugreifen droht: Mit diesem Szenario sind die Einsatzkräfte der Jugendfeuerwehr Rantzau am Mittwochabend in Heede konfrontiert gewesen. Das Besondere: Es war eine Überraschungs-Übung, zu der die Jugendlichen auf das Tietjen-Gelände an der Hoffnunger Chaussee ausgerückt waren. Während der Übung musste die Bilsener Wehr zu einem echten Einsatz ausrücken.

„Wir haben uns zum letzten normalen Dienstabend vor der Sommerpause getroffen“, berichtete Jugendgruppenleiterin Sandra Marquardt. Mit Tim Tietjen, Sören Wagenknecht und Torsten Wilkens aus der Heeder Wehr wollte sie etwas Besonderes machen. Und so hatten sie die Übung vorbereitet. „Ich überrumpelte die Jugendlichen damit, dass wir sofort zu einer Übung ausrücken würden“, so Marquardt. Aus den Gemeinden Heede, Bilsen, Hemdingen und Langeln waren die Wehrführungen sowie viele Eltern gekommen, um das Geschehen zu verfolgen.

Die Einsatzkräfte rückten samt Blaulicht und Martinshorn mit drei Fahrzeugen aus Langeln, Hemdingen und Heede an und bauten zügig eine Wasserversorgung auf. Unterstützt wurden sie von Feuerwehrkameraden, die Tipps gaben, korrigierten und helfend mit anpackten. Allein das Ausrollen der Schläuche erforderte viel Geschick. Aufmerksam wiesen die Beobachter zum Beispiel auf eine Drehung im ausgerollten Schlauch hin und erklärten den Jugendlichen, dass damit die Wasserzufuhr behindert werde.

Die Jugendlichen schleppten, rannten, löschten. Michelle Missal und Jeannette Brandt bauten ein zusätzliches Rohr auf, um mehr Löschwasser zur Verfügung zu haben. Trupps drangen in den verqualmten Raum in einer Halle ein und fanden die Verletzten. Auf einer Trage wurden diese in Sicherheit gebracht. Auch Ersatzteams wurden in die Räume geschickt. „Die Lage war unklar“, so Marquardt. Es sei von zwei Personen die Rede gewesen, aber man müsse sich stets vergewissern, ob nicht noch mehr Personen Hilfe bräuchten. Langelns Gruppenführer und Maschinist Malte Siebert stand am Langelner Löschfahrzeug, kontrollierte den Wasserdruck und passte auf, dass kein Schlaucht platzt. Nach gut einer Stunde war die Übung geschafft. „Ich bin sehr zufrieden“, sagte Marquardt. „Eine lehrreiche Übung für den Nachwuchs, die gut organisiert war“, lobte Jörn Clasen, Wehrführer aus Hemdingen. Auf die Jugendlichen wartete anschließend noch eine weitere Überraschung: Heedes Wehrführer Lars Westphalen hatte Würste und Fleisch auf den Grill gepackt. Die Eltern hatten Brote und Salate mitgebracht. So stand einer Grillparty nichts im Weg.

Auch die Bilsener Wehrführung war rechtzeitig wieder da, um den zweiten Teil der Übung mitzu verfolgen. Wehrführer Kay Grabowski und sein Stellvertreter Olaf Kielmann wurden gegen 18.30 Uhr zu einem Feuer gerufen und fuhren sofort los. Später berichteten sie, dass ein Gasgrill am Vielmoorweg in Flammen gestanden habe. „Wir beide waren vor unserer ausrückenden Wehr zur Stelle und konnten die Gasflasche zudrehen, vom Grill abschrauben und aus der Wärme nehmen“, berichtete Grabowski.

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