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Landesstraßen Amtsbezirk Hörnerkirchen : Eine Sanierung rückt in weite Ferne

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Die L112 und die L114 werden vorerst nicht ausgebessert. Das wurde jetzt bekannt.

shz.de von
erstellt am 10.Feb.2015 | 16:00 Uhr

Westerhorn | Die maroden Landesstraßen im Norden des Kreises Pinneberg werden mittelfristig nicht saniert. Ein entsprechendes Schreiben aus Kiel hatte die Verwaltung am 14. Januar erreicht, berichtete Michael Lantau, Leitender Verwaltungsbeamter des Amts Hörnerkirchen, während der jüngsten Amtsausschusssitzung. Die Politik will die Absage so nicht hinnehmen: „Die Löcher in den Landesstraßen sind dermaßen groß“, sagt Amtsvorsteher Bernd Reimers. „Und es wird jeden Tag schlimmer.“

Ende des vergangenen Jahres hatte das Amt Hörnerkirchen mit einer Resolution die Landesregierung und die zuständigen Ministerien dazu aufgefordert, Mittel zur Sanierung der Landesstraße 112 (L112) von Brande-Hörnerkirchen bis zum Knotenpunkt L112/K18 in Groß Offenseth-Aspern und der L114 zwischen Wrist und Westerhorn im Haushalt 2015 bereitzustellen, so dass eine dringend notwendige Sanierung schnell umgesetzt werden könne. Laut Lantau wird in dem Brief aus Kiel auf die Zustandserfassung und das Erhaltungsprogramm für Landesstraßen bis 2017 verwiesen. Bei der L112 und L114 handele sich laut Schreiben nicht um Landesstraßen mit einer Verbindungsfunktion. Das sei erst ab einer Verkehrsdichte von mehr als 5320 Autos pro Tag der Fall. „Daher haben die Straßen nicht die höchste Priorität“, so Lantau.

Auch für die Radwege entlang der L112 und der L114, die ebenfalls Bestandteil des Resolution waren, zeichnet sich keine Sanierung ab. In dem Schreiben aus Kiel heiße es weiter, dass nur Radwege, die Bestandteil des landesweiten Radverkehrsnetzes sind, vorrangig saniert werden, so Lantau dazu. Das treffe aber nur auf den Abschnitt zwischen Bokel und Westerhorn zu, berichtet der Leitende Verwaltungsbeamte. Dort ist der Radweg laut Land aber noch in einem ganz guten Zustand.

Die Politik will das Thema auf keinen Fall zu den Akten legen. „Wir werden das nicht so hinnehmen“, kündigte Amtsvorsteher Reimers an. „Wir werden weiter nachbohren und mit unseren Landtagsabgeordneten sprechen – in der Hoffnung, dass sich doch noch etwas tut.“

Auch beim Kreis Pinneberg steht das Thema auf der Agenda: Auf Wunsch von Jörn Kruse (CDU), Vorsitzender des Verkehrsausschusses, wird die Verwaltung während der Sitzung am heutigen Dienstag, 10. Februar, (19.30 Uhr, Marseille Kaserne, Appen, Hauptstraße 141) über den Umgang mit Mängeln an Straßen im Kreisgebiet seitens der Straßenverkehrsbehörde berichten. Anlass dafür sei die Resolution aus dem Amtsbezirk Hörnerkirchen gewesen, so Kruse. „Wir sind angesprochen worden“, berichtet er. Unter anderem werde es während der Sitzung darum gehen, wie der Kreis die Landesstraßen im Blick hat und was die Verwaltung tue, um dafür zu sorgen, dass die Straßen in einem guten Zustand sind – auch, wenn der Kreis dafür nicht zuständig ist.

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