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Brande-Hörnerkirchen : Eine mobile Sparkasse zum Markttag?

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Ab November will das Geldinstitut mit einer rollenden Filiale einmal pro Woche die Gemeinde Brande-Hörnerkirchen ansteuern.

shz.de von
erstellt am 07.Jun.2017 | 12:30 Uhr

Brande-Hörnerkirchen | Ende März schloss die Volksbankfiliale als letzte Bank in Hörnerkirchen ihre Pforten. Seither gibt es im gesamten Amtsbezirk nur noch einen SB-Automaten. Wie lange der noch im Volksbank-Gebäude stehen wird, ist ungewiss. Wer ein persönliches Gespräch mit einem Mitarbeiter der Volksbank Pinneberg-Elmshorn oder der Sparkasse Südholstein führen möchte, muss derzeit ins acht Kilometer entfernte Barmstedt ausweichen. Nun will die Sparkasse Südholstein die entstandene Lücke zumindest zeitweise schließen. Angedacht ist eine mobile Filiale, also ein Sparkassen-Fahrzeug, das voraussichtlich einmal pro Woche Hörnerkirchen ansteuern wird. Das teilte die Sparkasse Südholstein vergangene Woche mit.

Brande-Hörnerkirchens Bürgermeister Siegfried Winter hatte jüngst ein Sparkassen-Vorstandsmitglied zu Gast, um mit ihm wichtige Details der Umsetzung zu besprechen. „Wie es aussieht, wird das Sparkassen-Mobil wohl erstmals im November zu uns kommen“, kündigte Winter an. Der Bürgermeister favorisiert als Standort den Marktplatz in Hörnerkirchen. „Und zwar am Freitag, wenn Markttag ist.“ Ob der Sparkassen-Wagen, den Winter als eine als „eine Art Wohnmobil“ bezeichnet, dann den ganzen Tag vor Ort sein wird, müsse noch abgeklärt werden.

Blick in den Südwesten Deutschlands: Mit einer fahrbaren Geschäftsstelle bedient die Kreissparkasse Saarpfalz kleinere Orte, die keine eigene Filiale mehr haben.
Laut Saarbrücker Zeitung ist das Mobil jeweils einen Vormittag lang in einem Ort. Foto: dpa
 

Der Hörnerkirchener Marktplatz scheint Winter auch deshalb besonders gut geeignet für das fahrbare Geldinstitut, „weil die Sparkassen-Mitarbeiter Strom für ihre Geräte und eine Toilette benötigen“. Und beides ließe sich auf dem Dorfplatz ohne großen Aufwand bewerkstelligen. Generell bezeichnet Winter das Sparkassen-Mobil als gute Idee, die „für die Bürger hier ein ganz großer Vorteil wäre“. Ähnlich sieht es auch Amtsvorsteher Bernd Reimers, der betont, dass Sparkassen-Mitarbeiter vor Ort vor allem für die Senioren „sehr wichtig seien“. Insbesondere ältere Menschen seien oftmals nicht so mobil und hätten echte Schwierigkeiten, mit einem Automaten auszukommen.

Von der Idee des Sparkassen-Mobils habe er aus der Zeitung erfahren, so Reimers. Eigentlich sei das „ja eine Idee der Volksbank gewesen“. Doch die Bank, die im Februar 2015 in die ehemaligen Räume der Sparkasse in Hörnerkirchen gezogen war und nur knapp zwei Jahre später die Filialschließung bekannt gab, verhält sich zurzeit ruhig. „Von da gibt es nichts Neues“, sagte Winter. Auch die Idee des Geldboten, die zwischenzeitlich aufgekommen war, sei derzeit wohl kein Thema. So bleibt die Sparkasse mit ihrem „Geld-Laster“ das einzige konkrete Projekt für den Norden des Kreises Pinneberg.

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