Länderwochen in Barmstedt : Eine Fernreise ins Land der Bäume

Künstler Lezzueck Asturias Coosemans zeigte Maria Celestina, Frau des Botschafters der Republik Guatemala in Deutschland, seine Bilder.  Fotos: Helga Pergande
Künstler Lezzueck Asturias Coosemans zeigte Maria Celestina, Frau des Botschafters der Republik Guatemala in Deutschland, seine Bilder.

Alles dreht sich um Guatemala: Während der Länderwochen gibt es unter anderem Malerei in der Galerie III und Fotos in der Kommunalen Halle.

shz.de von
16. Juli 2018, 12:00 Uhr

Barmstedt | Ein Hochkarätiger Auftakt der zwölften Länderwochen zum Thema Guatemala ist die Ausstellungseröffnung des guatemaltekischen Malers und Fotografen Lezzueck Asturias Coosemans in der Galerie Atelier III gewesen. „Die Leichtigkeit des Reisenden“ hat er als Überschrift für die Serien der Exponate gewählt, die er eigens für diese Ausstellung gefertigt hat und die er am Sonnabend der Öffentlichkeit vorstellte. Bürgermeisterin Heike Döpke hatte die Amtskette angelegt und begrüßte den Botschafter der Republik Guatemala, José Francisco Calí Tzay, der mit seiner Frau Maria Celestina aus Berlin angereist war. Ebenfalls dabei: Peter Schirrmann, Honorarkonsul von Guatemala, und die stellvertretende Kreispräsidentin Elke Schreiber. Ebenso die Künstlerin und Galeristin Karin Weißenbacher, die in Zusammenarbeit mit der Stadt die Länderwochen organisierte.

„Guatemala ist ein Land mit kraftvollen Farben, einer uralten lebendigen Maya-Tradition und heißt in deren Sprache Land der Bäume“, sagte Döpke. Sie erwähnte auch, dass es in dem Land viel Licht und Schatten gebe. Der Botschafter bedauerte auf spanisch und englisch, dass man erst in die Ferne reisen müsse, um derart exzellente Kunstwerke aus Guatemala zu sehen. Das gleiche gelte für den guatemaltekischen Musiker und Komponisten Antonio Cosenza, der auf der Gitarre arrangierte Melodien der Maya und eigene Kompositionen spielte. Der Hamburger lebt seit 35 Jahren in Deutschland und studierte hier Musik.

Galeristin Karin Weißenbacher (rechts) führte in die Ausstellung ein. Bürgermeisterin Heike Döpke (Mitte) begrüßte die Besucher der Länderwochen.
Helga Pergande
Galeristin Karin Weißenbacher (rechts) führte in die Ausstellung ein. Bürgermeisterin Heike Döpke (Mitte) begrüßte die Besucher der Länderwochen.

Die stellvertretende Kreispräsidentin Schreiber bezeichnete die Länderwochen als besonders wertvoll für Kunst und Kultur. „Es sind viele Bürger beteiligt, und der Kreis kann stolz auf die Künstlerin Weißenbacher sein, die äußerst aktiv mehrere künstlerische Höhepunkte in Barmstedt gestaltet“, sagte sie. Die Idee, das Land Guatemala in den Mittelpunkt zu stellen, sei der Hilfsorganisation „Taten statt Worte“, geschuldet, die Hilfsprojekte in dem zentralamerikanischen Land unterstützt, so Weißenbacher. Maren Hansen vom Vorstand stellte die Hilfsprojekte vor. Weißenbacher führte in die surrealen Bildergeschichten von Coosemans ein, der ein zwischen Welten vermittelnder Magier sei. Coosemans studierte die freie Kunst in Weimar und blieb in Deutschland. „Ich gehe viel durch den Wald und erlebe fasziniert, dass plötzlich ein Hirsch durch das Gebüsch schaut“, sagte er. Seine Tieren seien kräftige Farbelemente, zudem spiele er mit dem Licht. „Die Umgebung wie Wüste oder Wasser, die Figuren könnten überall stehen“, sagte Coosemans, der seinen Bildern keine Titel gibt. „Jeder Betrachter soll sich eigene Interpretationen denken.“

In seinen Werken verbindet der Künstler Fauna, Flora und Menschen, alles bewegt sich in eine Richtung. „Zwei Tukane und ein Papagei suchen auf einer Art Arche, in der sie ihre Fauna mitnehmen, einen utopischen Ort, in dem alle in Frieden leben“, erklärte er eines seiner Bilder. Fotografien von ihm werden in der Kommunalen Halle im Rathaus ausgestellt.

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