Gross Offenseth-Aspern : Eine Ampel für die „Steenfatt-Kreuzung“?

Gegenwärtig befindet sich an der „Steenfatt-Kreuzung“ in Groß Offenseth-Aspern bereits eine Ampelanlage. Allerdings ist diese nur befristet im Einsatz, um den dortigen, durch Baustellen bedingten Umleitungsverkehr zu steuern.
1 von 2

Gegenwärtig befindet sich an der „Steenfatt-Kreuzung“ in Groß Offenseth-Aspern bereits eine Ampelanlage. Allerdings ist diese nur befristet im Einsatz, um den dortigen, durch Baustellen bedingten Umleitungsverkehr zu steuern.

Im Gemeinderat von Groß Offenseth-Aspern wird die Anordnung des Kreises Pinneberg bekannt gegeben.

shz.de von
09. August 2016, 12:08 Uhr

Groß Offenseth-Aspern | Sichtlich überrascht zeigten sich die Mitglieder der Gemeindevertretung von Groß Offenseth-Aspern während ihrer jüngsten gemeinsamen Sitzung im örtlichen Gemeindezentrum, als Bürgermeister Werner Schlüter den Inhalt eines Schriftstücks des Kreises Pinneberg, adressiert an den Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr, unter dem Tagesordnungspunkt „Mitteilungen“ kundtat. Demnach wird beabsichtigt, die innerörtliche Straßenkreuzung in Groß Offenseth-Aspern, die so genannte Steenfatt-Kreuzung, mit einer fest installierten Ampelanlage auszurüsten.

Der markante Verkehrsknotenpunkt rückte immer mehr in den Fokus der Aufmerksamkeit, weil es dort in der jüngeren Vergangenheit vermehrt zu relativ vielen und teilweise auch sehr schweren Unfällen kam – was durch Auswertungen regional erfasster Unfallzahlen belegt wurde. Die Folge: Der Ruf nach einer Beendigung des Ist-Zustands wurde immer lauter, und Varianten wie die Errichtung eines Verkehrskreisels stark diskutiert.

Nun kommt offensichtlich Bewegung in die Angelegenheit, denn seitens des Kreises Pinneberg erfolgte eine entsprechende Anordnung. Darin heißt es: „Nach erneuter Auswertung der Unfallzahlen und der durchgeführten Verkehrszählung ordne ich gemäß § 45 Absatz 3 StVO aufgrund der dortigen Unfalllage für den Kreuzungsbereich Dorfstraße L  113/Hauptstraße L112 und K 18 eine Lichtzeichenanlage an.“

Skeptisch: Bürgermeister Werner Schlüter (r. neben Arne Zentner vom Amt Rantzau) während der Gemeinderatssitzung.
Marek
Skeptisch: Bürgermeister Werner Schlüter (r. neben Arne Zentner vom Amt Rantzau) während der Gemeinderatssitzung.
 

Vor Inbetriebnahme der LZA seien die Signalpläne zur Abstimmung mit der Polizei entsprechend vorzulegen. „Eine LZA ist jetzt also angeordnet“, betonte Schlüter gegenüber dem Gemeinderat. Dennoch hege er Zweifel daran, dass die Sache bereits in trockenen Tüchern sei.

Zahlreiche Verkehrsunfälle brachten den Kreuzungsbereich in die Diskussion.
Marek
Zahlreiche Verkehrsunfälle brachten den Kreuzungsbereich in die Diskussion.
 

Der Grund: Die Anordnung käme zwar vom Kreis Pinneberg, doch bei der Kreuzung handele es sich um Landesstraßen. „Insofern weiß ich nicht, wie weit im Hinblick auf die Finanzierung diese Anordnung fruchten wird“, so Schlüter, der anmerkte, dass die Gemeinde hinsichtlich des Umgangs mit einer LZA an dieser Kreuzung mittlerweile aber bereits am Üben sei. Aufgrund der aktuellen Baustellensituation zwischen Barmstedt und Elmshorn wird derzeit, um den dadurch bedingten erhöhten Verkehrsfluss durch Groß Offenseth-Aspern zu steuern, an der Steenfatt-Kreuzung der Verkehr durch eine mobile LZA gelenkt. „Und das klappt wirklich gut, betonte Schlüter.
 

zur Startseite
Karte

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen