Einbruchschutz: "Fenster und Türen schließen!"

Die CDU-Politiker Peter Lehnert (von links), Ortwin Schmidt und Norbert Bollweg informierten sich bei Barmstedts Polizeichef Peter Kroll über die Arbeit der Beamten im vergangenen Jahr. Meyer
Die CDU-Politiker Peter Lehnert (von links), Ortwin Schmidt und Norbert Bollweg informierten sich bei Barmstedts Polizeichef Peter Kroll über die Arbeit der Beamten im vergangenen Jahr. Meyer

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02. Januar 2013, 01:14 Uhr

Barmstedt | "So albern es klingen mag", sagt Peter Kroll. "Wer sein Haus oder die Wohnung verlässt, auch wenn es nur kurz ist, sollte unbedingt alle Fenster und Türen schließen." Ansonsten hätten Einbrecher leichtes Spiel, warnt der Leiter der Barmstedter Polizeistation. Von November bis Anfang Dezember seien auf seiner Wache fünf versuchte und fünf vollendete Einbrüche in Barmstedt, Bevern, Bullenkuhlen und Ellerhoop angezeigt worden, sagte Kroll. In allen Fällen seien Einfamilienhäuser betroffen gewesen; meist ereigneten sich die Taten am späten Nachmittag oder am frühen Abend. "Die Täter stehlen meist Schmuck oder Geld, also etwas, das schnell zu holen ist", so Kroll. Zu Panik bestehe aber trotz der jüngsten Fälle kein Anlass, betonte Kroll. Schützen könnten Haus- und Wohnungseigentümer sich durch abschließbare Tür- und Fenstergriffe, Rollläden sowie Bewegungsmelder und Alarmanlagen. Denn "jede mechanische Sicherung führt dazu, dass Täter länger brauchen".

Auch aufmerksame Nachbarn seien wichtig, betonte Kroll. Wer in seinem Umfeld verdächtige Geräusche, Personen oder Fahrzeuge wahrnehme, solle "lieber einmal zu viel 110 rufen als einmal zu wenig". Die Nachbarschaft "funktioniert in Barmstedt zum Glück gut", ergänzte CDU-Stadtverbandschef Ortwin Schmidt, der die Polizeistation an Silvester zusammen mit seinen Parteikollegen Norbert Bollweg (Stadtvertreter) und Peter Lehnert (Landtagsabgeordneter) besucht hatte, um sich über die Arbeit der Beamten in 2012 zu informieren.

Ein weiteres Thema war die Situation an der Kleinen/ Großen Gärtnerstraße. "Wir fänden es sinnvoll, dort auch eine Tempoanzeige mit Smiley aufzustellen", sagte Bollweg. Die Forderung von Anwohnern nach einer Ampel an der unübersichtlichen Kreuzung hatte der Kreis abgelehnt (wir berichteten). Unfälle gebe es dort zwar so gut wie nie, sagte Kroll. "Aber subjektiv betrachtet, ist der Bereich ein Gefahrenpunkt." Gleiches gelte für den Kreisel am Spitzerfurth, wo Radler seit einigen Monaten Vorfahrt haben. "Sie sollten trotzdem unbedingt Blickkontakt mit den Autofahrern suchen", rät Lehnert.

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