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Barmstedts Knusperhäuschen : Ein Weltrekord zum Anbeißen

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

20 Bäckerlehrlinge haben im Barmstedter Rathaus das größte essbare Knusperhaus der Welt gebaut. 400 Kilogramm Teig wurden verarbeitet.

Barmstedt | 150 Wandplatten aus Lebkuchen, 230 Dachziegel aus Honigkuchenteig, unzählige Kringel, Baisers und Lakritze: Im Barmstedter Rathaus steht seit Donnerstag das größte essbare Knusperhaus der Welt. 20 Bäckerlehrlinge – 17 Männer und drei Frauen – aus den Kreisen Pinneberg und Steinburg, die die Berufsschule Elmshorn besuchen, haben in den 2,50 Meter hohen Bau mehr als 250 Stunden Arbeit investiert. Vor zwei Wochen buken sie die ersten Teige für die Wandplatten, vor einer Woche begann die Herstellung der Gehwegplatten und der Baisers.

Gestern stand der Aufbau an. Seit 3 Uhr waren die angehenden Bäcker auf den Beinen. „Es ist zwar anstrengend, macht aber auch total viel Spaß“, sagte Svenja Wilms. Während sie den Ofen verzierte, stand Luca Grabinger auf einer Leiter und ließ Unmengen von Puderzucker auf das Dach rieseln. Zusammengehalten werden die Einzelteile von 50  Kilogramm Zuckerguss, der in der benachbarten Bäckerei Sass angerührt wurde. Dort wurden außerdem 75 Kilogramm Kekse und fünf 75 Zentimeter hohe Baumkuchen gebacken. „Die kommen in den Wald vor dem Haus“, sagte Bäckermeister Michael Sass.

Auf dem Ofen, der vor dem Haus steht, haben sich alle beteiligten Lehrlinge mit einem Lebkuchenherz mit ihrem Namen verewigt. „Für die Klasse ist es ein tolles Projekt“, sagt Klassenlehrer Bernd Schauerte. Es sei das 21. Mal, dass die Berufsschule ein Riesen-Knusperhaus baue. „Jedes Jahr macht das eine andere Klasse“, so Schauerte. So viel Medienrummel wie gestern, als auch ein Fernsehteam dabei war, habe er aber noch nicht erlebt. „Wir freuen uns natürlich sehr, weil es eine tolle Werbung für unser Handwerk ist.“ Zudem würden die Chefs aller beteiligten Ausbildungsbetriebe nach Barmstedt fahren und sich das Haus ansehen.

Bürgermeisterin Heike Döpke war gestern sichtlich stolz auf den süßen Rekord-Bau. „Es ist sehr schön geworden – ich hoffe, es bleibt uns etwas länger erhalten“, sagte sie. Für Donnerstag, 7. Januar, sind alle Bürger zum offiziellen Abknuspern eingeladen. Sollte vorher genascht werden, wollen die Bäcker für Ersatz sorgen.

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erstellt am 27.Nov.2015 | 00:34 Uhr

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