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Barmstedter Zeitung

19. Oktober 2017 | 00:18 Uhr

Barmstedt : Ein Tag ganz im Zeichen der Frauen

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Mehr als 200 Besucherinnen haben am Wochenende an einem Frauenfrühstück sowie an einem Frauennachmittag in Barmstedt teilgenommen.

shz.de von
erstellt am 27.Feb.2017 | 12:00 Uhr

Barmstedt | Mehr als 200 Besucherinnen haben am Wochenende das Frauenfrühstück der Gemeinschaft in der Evangelischen Kirche sowie den Frauenkaffee der evangelischen Kirchengemeinde besucht. Heute gehe es um die Zukunft, sagte Doris Becker, als sie die 150 Besucherinnen zum diesjährigen Frauenfrühstück begrüßte. Unter dem Motto „Zeit für Veränderungen“ referierte anschließend die Autorin für Lebens- und Glaubensfragen, Tamara Hinz aus Schwalmtal am Niederrhein.

„Es ist Zeit etwas zu verändern. Keiner will Krisen, doch ist es wichtig, diese Veränderungen, die sich ereignet haben, langfristig anzunehmen und als Chance zu sehen“, erklärte Hinz und gab den Tipp, Träume und Sehnsüchte in den Alltag zu holen und in kleinen Schritten umzusetzen. „Umso gelassener wir sind, umso besser gelingt ein Veränderungsprozess“, so Hinz.

Lebhaft und fröhlich ging es beim Frauenfest der Kirchengemeinde Barmstedt zu.
Lebhaft und fröhlich ging es beim Frauenfest der Kirchengemeinde Barmstedt zu. Foto: Helga Pergande

In der Pause nutzten die Frauen die Zeit, um Erfahrungen auszutauschen oder fertigten aus Knete und Lego-Steinen, die auf den Tischen auslagen, kreative Kunstwerke und schufen so etwas Neues. „Man muss die Bereitschaft haben, durch diesen Schmerz zu gehen und dann wird es auch wieder hell“, meinte Silke Grabau aus Bad Bramstedt. „Der Vortrag ist super. Er macht mir Mut. Ich muss in kleinen Schritten vorwärts gehen“, erklärte Ute Otto, die vor Kurzem nach Heede umgezogen war. Christine Wesselhöft und Lydia Labusch sorgten an diesem Vormittag für die musikalische Unterhaltung und sangen Lobpreislieder.

Beim zweiten Frauenkaffee der evangelischen Kirchengemeinde haben Flüchtlingsfrauen im Barmstedter Gemeindehaus gemütlich miteinander geklönt, während ihre Kinder im Gebäude herum tobten. Die Organisatorinnen Elke Kunde und Ingrid Welsch hatten mit Helferinnen den Nachmittag vorbereitet. „Unsere Gäste haben salzige und süße Köstlichkeiten mitgebracht“, so Kunde freudestrahlend. Nermin aus dem Irak und Amina aus Syrien hatten süße Brötchen gebacken, Samira aus Syrien eine Kokoscremetorte. Kimia aus Afghanistan steuerte einen Kuchen, gebacken mit Öl und Sonnenblumenkernen, bei, Sima aus Afghanistan einen Rohkostsalat. Die Helferinnen informierten sich über die verschiedenen Gerichte wie etwa Kifta, ein Spinat- oder Petersiliengericht mit Hackbällchen. Insgesamt folgten etwa 60 Besucher der Einladung.

Viele Frauen legten ihre Kopftücher ab, weil keine Männer im Gemeindehaus waren. „Im Vergleich zum ersten Frauenkaffee im vergangenen Jahr geht es jetzt viel lockerer zu“, so Welsch. Die Frauen würden sich besser kennen, säßen länger an den Tischen zusammen und würden lebhaft miteinander reden und lachen. Kunde freute sich besonders, dass etliche von ihnen an ihrem neu eingerichteten Sportunterricht teilnehmen. „Wir turnen donnerstags von 17 bis 18 Uhr in der BMTV-Halle. Die Frauen bringen dazu ihre Kinder mit“, so Kunde, die weiterhin dienstags von 10 bis 11 Uhr Flüchtlingsfrauen das Schwimmen in der Badewonne beibringt.

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