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Barmstedt : Ein Schuppen unter Verdacht - Asbestangst bei Anwohnern

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Verwittertes Gebäude an der August-Christen-Straße: Anwohner befürchtet Gesundheitsrisiko. Der Kreis widerspricht.

shz.de von
erstellt am 14.Feb.2015 | 15:30 Uhr

Barmstedt | Setzt der baufällige Schuppen, der an der August-Christen-Straße auf dem Grundstück zwischen dem Edeka-Markt und dem ehemaligen „Spanischen Zentrum“ steht, Asbest frei? Das befürchtet Anwohner Henning Weber (Name geändert). Schon vor zwei Jahren sei ihm aufgefallen, dass das mit Eternitplatten gedeckte Dach stark verwittert sei. „Dadurch könnte bei jedem Windstoß Asbest freigesetzt werden“, so Weber.

Er habe seinen Verdacht umgehend der Stadtverwaltung gemeldet. „Doch trotz mehrfacher Nachfragen konnte ich bisher nicht feststellen, dass das Problem bearbeitet wird“, so Weber. Besonders vor dem Hintergrund, dass eine Kita und eine Schule in der Nähe lägen, „entsteht bei mir ein massives Störgefühl, wenn weiterhin nichts passiert“.

Die Bauaufsicht des Kreises Pinneberg – die von der Verwaltung über Webers Beschwerde informiert worden war – sieht in dem Schuppen kein Gesundheitsrisiko. „Asbest wird nicht einfach durch Wind freigesetzt und fliegt dann durch die Luft“, sagte Fachdienstleiter Günter Zuschlag. Nachdem der Kreis von der Stadt informiert worden sei, habe es im Januar 2014 eine Ortsbegehung mit der Grundstückseigentümerin gegeben, berichtete er. „Dabei wurde festgestellt, dass das Gebäude augenscheinlich nicht einsturzgefährdet ist.“ Die Eigentümerin sei dennoch aufgefordert worden, das Grundstück abzusperren. „Das hat sie getan, und damit werden von unserer Seite aus zurzeit keine weiteren Maßnahmen angeordnet“, so Zuschlag.

Nach Informationen unserer Zeitung will die Eigentümerin das mehrere tausend Quadratmeter große Grundstück an die Stadt verkaufen. Was darauf gebaut werden könnte, ist unklar. „Ursprünglich war das Areal als Erweiterungsfläche für die Schule vorgesehen“, sagte der Bauausschussvorsitzende Ortwin Schmidt (CDU). Er könne sich aber auch eine Wohnbebauung vorstellen. „Die Lage wäre super.“ Dazu müsste allerdings der Bebauungsplan geändert werden.

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