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Barmstedter Zeitung

23. Oktober 2017 | 14:23 Uhr

Rückblick : Ein Ruhiges Jahr für Heeder Wehr

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Die Brandbekämpfer rücken zu vier Einsätzen aus. Bernd Marquardt für langes Engagement geehrt. Atemschutzgeräteträger gesucht.

shz.de von
erstellt am 12.Jan.2016 | 12:15 Uhr

Heede | Die Einführung des Digitalfunks und die Ausbildung weiterer Atemschutzgeräteträger – das sind die Herausforderungen, vor denen die Freiwillige Feuerwehr Heede in diesem Jahr steht. Schon sein Vorgänger habe sich in den Jahren 2004 und 2005 mit dem Thema Digitalfunk beschäftigt, berichtete Wehrführer Lars Westphalen während der Jahreshauptversammlung vor Kurzem im Heeder Damm. „2006 sollte es dann definitiv kommen“, sagte er. Nun soll es im Laufe dieses Jahres soweit sein. Während seiner Rede beschäftigte sich Westphalen auch mit dem abgelaufenen Jahr – das für die Heeder Wehr ein ruhiges war.

Im vergangenen Jahr musste die Heeder Wehr zu vier Einsätzen ausrücken, berichtete Westphalen. „Im Moment ist es ziemlich ruhig. Aber wir üben viel für den Ernstfall“, sagte er. Unter anderem rückten die Brandbekämpfer zu einem Fettbrand aus, streuten eine längere Ölspur ab, pumpten einen Keller leer und befreiten drei Verletze nach einem Unfall auf der Landesstraße 75 aus ihren Fahrzeugen, erläuterte der Wehrführer. „Es ist alles reibungslos abgelaufen. Die Technik der Fahrzeuge ist heutzutage schon erstaunlich“, sagte er über den Unfall. Trotz eines Frontal-Crashes seien die Insassen zwar verletzt, aber nicht schwer verletzt gewesen.

Ein weiteres Thema sprach der scheidende Atemschutzgerätewart André Schlüter in seinem Jahresbericht an. Er gab sein Amt verbunden mit einem Appell ab: „Wir brauchen dringend Atemschutzgeräteträger. 23 sind wir mal gewesen.“ Jetzt seien es nur noch acht. „Das kann im Ernstfall knapp werden.“ Das Problem sei bekannt, sagte auch Westphalen. „Wir arbeiten daran.“ Hoffnungen setze man dabei vor allem auf die Jugend.

Auch Kreiswehrführer Frank Homrich ging in seinen Begrüßungsworten auf das Thema ein. „Bei einem Fahrzeug- oder Wohnungsbrand wissen wir nie, was da wirklich brennt“, sagte er im Hinblick auf Rauch, der giftige Substanzen enthalten könnte. „Animiert die Leute dazu, sich als Atemschutzgeräteträger zu melden.“

Dank vom Bürgermeister

Bürgermeister Reimer Offermann dankte der Wehr anschließend für ihre Engagement. „Wir haben eine motivierte und gut ausgebildete Feuerwehr“, sagte er. Im Hinblick auf den Tod eines Feuerwehrmanns in Marne bat er die Brandbekämpfer zudem darum, stets mit „Kopf und Verstand an die Sache heranzugehen“.

Viel Applaus für ihr jahrzehnteslanges Engagement in der Heeder Wehr erhielten Ernst Lohse und Heinz Glismann, die seit 70 Jahren Mitglieder bei den Brandbekämpfern sind. „Sie sind beide mit Herz und Seele dabei“, sagte Bürgermeister Offermann. Beiden Feuerwehrmännern soll die Ehrung zu Hause überreicht werden.

Ebenfalls mit viel Lob bedacht wurde Gerätewart Bernd Marquardt. Er erhielt das Brandschutzehrenzeichen in Gold für 40 Jahre bei der Feuerwehr. „Du warst von Anfang an mit Lust und Laune bei der Sache und hast dich mit ganzem Herzen für die Feuerwehr eingesetzt“, so Offermann. Zudem habe er dafür gesorgt, dass die Werte, die die Feuerwehr angeschafft hat, bewahrt werden würden. „Ich mache diesen Job gern“, berichtete Marquardt (58) im Gespräch. „Man trägt eine gewisse Verantwortung. Die Kameraden verlassen sich darauf, dass die Geräte funktionieren.“

Unter anderem wegen der Kameradschaft sei er zur Feuerwehr gegangen. Als Gerätewart sei er bereits mehr als 30 Jahre tätig, so der Heeder. Die Technik habe sich während dieser Zeit stark weiterentwickelt. Und auch brenzlige Situationen – wie bei einem Brand an der Hoffnunger Chaussee – habe er überstehen müssen. „Aber es macht Spaß, das zu machen. Und ein paar Jahre gehen noch“, sagt er mit Blick auf die Ehrung.

Ehrenabteilung Ehrungen: Ernst Lohse und Heinz Glismann für 70 Jahre, Bernd Krohn für 30 Jahre.
Ehrungen: Bernd Marquardt (Brandschutzehrenzeichen in Gold) für 40 Jahre, Hans Steffen und Torsten Tietjen für 30 Jahre.
Wahlen: Torsten Wilkens (Gruppenführer TLF 8), Thomas Perthen (stellv. Gruppenführer TLF 8), Heiko Wulff (stellv. Gruppenführer LF 10/6), Norbert Schlösser (stellv. Gruppenführer technischer Dienst), Birte Vollmer (stellv. Funkwart), Jan Hachmann (Atemschutzgerätewart), Karsten Glismann (Jugendobmann), Heiko Wulff und Niels Schmidt (Festausschuss), Mark Kruse und Jürgen Lindemann (Kassenprüfer).
Befördert und geehrt für längerfristige Vertretung des Wehrführers: Tim Hauschildt (Hauptlöschmeister). Neu aufgenommen als Anwärter: Jörg Krieger und Fabian Schubert. Die Dienstbeteiligung lag im Jahr 2015 bei etwa 77 Prozent. cut
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