Neue Ausstellungen : Ein Nachbarland kommt zu Ehren

Blockflötist Tilman Clasen (v. l.), Kurator Claus Friede, Sabine Jülich (Bücherei) und Karin Weißenbacher (Galerie III) laden zu den Niederländischen Wochen ein.
Blockflötist Tilman Clasen (v. l.), Kurator Claus Friede, Sabine Jülich (Bücherei) und Karin Weißenbacher (Galerie III) laden zu den Niederländischen Wochen ein.

Ein Nachbarland kommt zu Ehren. Ausstellungen in der Galerie III und im Rathaus. Eröffnung am 20. Juni. Bücherei beteiligt sich.

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18. Juni 2015, 16:01 Uhr

Barmstedt | Mit den Niederlanden verbinden die meisten Deutschen vermutlich Käse, Tulpen und flaches Land bis zum Horizont. Dass Deutschlands Nachbarstaat noch mehr zu bieten hat, wollen die Organisatoren der Niederländischen Wochen zeigen, die am Sonnabend, 20. Juni, auf der Schlossinsel Rantzau eröffnet werden. Bis zum 9. August werden dort in der Galerie III Werke von Wim Bosch gezeigt.

Ein zentrales Motiv der Bilder, die der Künstler am PC nachbearbeite, sei das Fenster, sagt Claus Friede, der die   Ausstellung kuratiert. Grund: „Viele Niederländer verzichten auf Gardinen. So blickt Bosch oft aus einem Fenster heraus in ein anderes hinein, aber man weiß nie genau, wo innen ist und wo außen.“ Als weiteres beliebtes Motiv dienen Bosch – der 1960 in Groningen geboren wurde – Modelleisenbahnhäuser aus den 50er und 60er Jahren. „Sie sind bei ihm ein Mittelding zwischen Hundehütte, Gartenhaus und Märchenschloss“, so Friede.

Passend zur Ausstellung, wird auch die Musik während der Vernissage sein: Tilman Clasen wird auf der Blockflöte fünf Stücke niederländischer Komponisten aus mehreren Jahrhunderten intonieren. „Die Niederlande sind das Mekka der Blockflötisten“, sagt der 15-jährige Haselauer, der vor kurzem den Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ gewann.

An den Länderwochen beteiligt sich auch die Stadtbücherei. „Wir haben Werke niederländischer Autoren zusammengestellt, darunter Belletristik, Kinderbücher, Reise- und Sprachführer“, so Leiterin Sabine Jülich, die sich wundert, „dass der Literaturnobelpreis noch nie an die Niederlande ging“.

Dass bei den neunten Länderwochen die Niederlande „zum Zuge kommen“, liege auch am „wieder aufgeflammten Interesse am Kulturaustausch zwischen beiden Staaten“, so Friede. So habe etwa die Stadt Hamburg vor kurzem einen Kooperationsvertrag mit Groningen geschlossen, und viele Museen und Orchester – vor allem in den Grenzregionen – intensivierten den Austausch.

Begleitend zur Ausstellung in der Galerie, werden auch im Rathaus Bilder niederländischer Künstler gezeigt. Die örtlichen Gastronomen werden sich ebenfalls an den kulturellen Wochen beteiligen, allerdings in etwas anderer Form: mit niederländischen Spezialitäten.

Die Vernissage beginnt um 15 Uhr; der Eintritt ist frei. Der Künstler wird anwesend sein. Grußworte werden Kurator Claus Friede, Bürgermeisterin Heike Döpke und Kreispräsident Burkhard Tiemann halten.
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