Historie der Stadt greifbar gemacht : Ein Heft über die „Barmstedt-Geschichte“

Legten das erste Heft „Barmstedt-Geschichte“ vor: Michael Theilig (v. l.), Helga Pergande, Jan Teegen und Andreas Lenz von der Geschichtswerkstatt Barmstedt.
Foto:
1 von 2
Legten das erste Heft „Barmstedt-Geschichte“ vor: Michael Theilig (v. l.), Helga Pergande, Jan Teegen und Andreas Lenz von der Geschichtswerkstatt Barmstedt.

Bereits seit Jahren ist die Interessensgemeinschaft der Geschichtswerkstatt Barmstedt darum bemüht, das geschichtliche Erbe Barmstedts in seinen Facetten aufzubereiten.

shz.de von
20. Juli 2015, 16:07 Uhr

Barmstedt | Dass Historie spannend sein kann, ist eigentlich nichts Neues. Schließlich lieferten die Vorgänge und Entwicklungen der Weltgeschichte in den unterschiedlichen Epochen Stoff für unzählige Sachbücher, Romane, Dokumentationen und Spielfilme. Die Folgen großer Ereignisse wie beispielsweise die beiden Weltkriege im 20. Jahrhundert oder die Französische Revolution gegen Ende des 18. Jahrhunderts sind heute noch vielfach spürbar.

Aber es sind nicht nur die großen Geschehnisse und ihre Schauplätze, die für an Geschichte interessierte Menschen reichlich Stoff bieten, denn die Vergangenheit der heimischen Region erweist sich bei genauerem Hinsehen als nicht minder spannend und facettenreich. Ein Beleg dafür stellt die druckfrische Broschüre „Barmstedt-Geschichte – Von der Frühzeit bis 1800“ dar, die die Geschichtswerkstatt Barmstedt zum 875. Jubiläum der Schusterstadt veröffentlicht hat und die seit wenigen Tagen für – dem Anlass entsprechend – 875 Cent in den örtlichen Buchhandlungen sowie im Rathaus erhältlich ist.

Bereits seit Jahren ist die Interessensgemeinschaft der Geschichtswerkstatt Barmstedt – bestehend aus etwa 20 Personen – darum bemüht, das geschichtliche Erbe Barmstedts in all seinen Facetten zu bewahren, zu pflegen und für Gegenwart und Zukunft aufzubereiten. Ein Zeugnis dafür ist die überaus umfassende Homepage, die eine wahre Fundgrube an Zeugnissen der regionalen Vergangenheit darstellt. Doch bereits seit einiger Zeit hatten sie auch die Idee, das äußerst breit gefächerte Material greifbarer zu machen, also in gedruckter Form zu veröffentlichen.

Auch im Heft: die Rantzauer Schlossinsel im 18. Jahrhundert (Modell von Helmut Trede).  (Foto: BZ)
Auch im Heft: die Rantzauer Schlossinsel im 18. Jahrhundert (Modell von Helmut Trede). (Foto: BZ)
 

„Das Stadtjubiläum bot daher einen willkommen Anlass, das erste Heft zusammenzustellen“, erklärt Andreas Lenz, der gemeinsam mit Helga Pergande, Jan Teegen und Michael Theilig die Redaktion „Barmstedt Geschichte“ gegründet hat. Aufgrund des 875. Geburtstags der Stadt befasst sich das Heft 1 schwerpunktmäßig mit den wichtigsten Ereignissen der frühen Geschichte Barmstedts. „Wir haben den Zeitraum von der ersten Besiedlung bis 1800 bewusst angesteuert, um später weitere Hefte zu den großen Themen des 19. und 20.

Jahrhunderts wie der Industrialisierung, den zwei Weltkriegen und der NS-Zeit mit viel, teilweise bisher nicht veröffentlichten Material gestalten zu können“, so Lenz weiter. Doch zunächst geht es um die Anfänge im „Nebel der Geschichte“. Der Leser erlebt in Heft 1 Barmstedt als Spielball verschiedener Mächte im Mittelalter und in der Neuzeit und erfährt zusätzlich viel Wissenswertes über die Machtgier und den Untergang der Grafen zu Rantzau sowie den Zeiten unter dänischer Herrschaft.

Eine Auswahl diverser Zeitungsartikel spinnt den Bogen bis ins 21. Jahrhundert weiter und eine Vorstellung der Geschichtswerkstatt samt ihrer Projekte rundet das durchweg illustrierte und 100 Seiten starke Druckwerk ab.

zur Startseite
Karte

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen