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Barmstedter Zeitung

18. Oktober 2017 | 22:51 Uhr

Barmstedt : Ein Hausmeister für die Feuerwehr

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Der Hauptausschuss genehmigt eine halbe Stelle, um den Gerätewart zu entlasten. Auch der Umzug des Bauhofs verursacht Mehrarbeit.

shz.de von
erstellt am 31.Jan.2014 | 12:00 Uhr

Barmstedts hauptamtlich tätiger Feuerwehr-Gerätewart bekommt Unterstützung: Der Hauptausschuss hat der Freiwilligen Feuerwehr eine halbe Hausmeister-Stelle bewilligt. Die Mehrkosten würden sich laut Verwaltung auf etwa 18.000 Euro pro Jahr belaufen. Wehrführer Uwe Schinkel hatte den Wunsch damit begründet, dass Gerätewart Peter Huckfeldt zunehmend Aufgaben im Bereich der Verwaltung übernommen habe.

„Er hilft vor allem bei den Ausschreibungen für unsere Ausstattung“, sagte Schinkel. Das sei auch sinnvoll, „weil er Fachkenntnisse hat, die die Verwaltung nicht hat“. Beim Kauf der neuen Drehleiter hätten dadurch etwa 80 000 Euro eingespart werden können. Die Zeit, die Huckfeldt für die Verwaltungstätigkeit benötige, fehle natürlich für die Pflege der Fahrzeuge, der Wache und der Außenanlagen, sagte Schinkel. Seit der Bauhof das Gelände verlassen habe, komme hinzu, „dass unsere Fläche größer geworden ist und wir sie allein in Schuss halten müssen“.

Restlos überzeugt waren die Politiker trotzdem nicht. „Wenn der Feuerwehrgerätewart Verwaltungstätigkeiten übernimmt, müsste doch in der Verwaltung Arbeit wegfallen?“, sagte Peter Gottschalk (FWB). Zudem seien Ausschreibungen für die demnächst anstehenden Projekte wie die Umstellung auf Digitalfunk, neue Fahrzeuge und neue Atemschutzgeräte zeitlich begrenzt. „Dafür brauchen wir nicht langfristig eine halbe neue Stelle.“ Sein Fraktionskollege Michael Schönfelder schlug vor, die Stelle mit weniger als 0,5 Anteilen anzusetzen. Ernst-Reimer Saß (CDU) hatte noch eine andere Idee: „Was macht denn eigentlich der Hausmeister, der für die Sporthalle an der Schulstraße angestellt wurde?“, fragte er mit Blick auf das wegen Schimmelbefalls seit Monaten gesperrte Gebäude. Es sei „beileibe nicht so, dass er die Hände in den Schoss legt“, erwiderte Fachamtsleiterin Ulrike Karvink. „Er unterstützt andere Hausmeister und hat zum Beispiel die Sanitärräume in der Heederbrookhalle gestrichen.“

Auch Fachamtsleiter Uwe Dieckmann machte sich für das Anliegen der Feuerwehr stark. „Es ist sinnvoll, bestimmte Arbeiten von einem Fachmann vornehmen zu lassen. Außerdem betreut unser Mitarbeiter in der Verwaltung noch die vier Wehren im Amt Hörnerkirchen. Damit hat er genug zu tun, zumal ihm dafür nur 30 Prozent seiner Arbeitszeit zur Verfügung stehen.“

Mit fünf Ja-Stimmen (FWB, CDU, SPD, BALL, Grüne) und vier Enthaltungen (FWB und CDU) genehmigte der Ausschuss letztlich den Hausmeisterposten – ebenso wie den gesamten Stellenplan. Die Stadtvertreter müssen noch zustimmen.

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