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Barmstedter Zeitung

23. Oktober 2017 | 07:13 Uhr

Barmstedt : Ein halbes Jahrhundert in der Kita

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Zwei Barmstedter Erzieherinnen feiern gemeinsam Dienstjubiläen. Ihre Ausbildung absolvierten sie in derselben Einrichtung.

shz.de von
erstellt am 06.Apr.2016 | 17:00 Uhr

Barmstedt | Zusammen bringen sie es auf 50 Jahre im Job: Jetzt haben die Erzieherinnen Urte Frädrich (54) und Bettina Lebes (53), die beide in Barmstedt in der evangelischen Kita Bahnhofstraße arbeiten, gemeinsam ihre Dienstjubiläen gefeiert. Frädrich übt ihren Beruf seit    30 Jahren aus, Lebes seit 20 Jahren.

Beide Erzieherinnen absolvierten ihre Ausbildung in der evangelischen Kita Alten Eichen in Hamburg. Lebes arbeitete anschließend zunächst in einer Hamburger Kita für Schulkinder mit Sprachstörungen, bevor sie in Barmstedt anfing. Seitdem lebt die zweifache Mutter in Elmshorn. Sie treibt gern Sport, strickt, backt, kocht und liest gern und trifft sich mit Freunden. Frädrich war vor ihrer jetzigen Stelle viele Jahre lang in einer Kita in einem sozialen Brennpunkt tätig. Sie hat ein Kind, fährt gern Rad und macht Aquafitness. Ebenso wie Lebes, liest sie auch gern und trifft sich mit Freunden.

Kita-Leiterin Adelheid Ritter und Andreas Pawlas, Vorsitzender des Trägervereins für weibliche Diakonie, beglückwünschten die beiden mit einem Frühlingsstrauß und würdigten ihr Engagement. „Wenn Mitarbeiter so lange treue Dienste leisten, ist das ein Kompliment für den Arbeitgeber“, sagte Pawlas und weiter: „Eure Zuneigung und Zeit für die Kinder sind unbezahlbar.“ Ritter ergänzte: „Ihr gehört zu den Säulen dieses Hauses.“ Der hohe pädagogische Anspruch sei nicht leicht zu erfüllen. „Ihr seid Spitzenkräfte und lasst euch auf Veränderungen ein“, sagte Ritter.

„Wir erleben hier jeden Tag etwas Neues. Es bringt Spaß, mit den Kindern und dem Team zusammenzuarbeiten“, sagte Lebes. „Hier gibt es keine Aufbewahrung, und wir dürfen mit gestalten und uns weiterentwickeln“, betonte Frädrich. In der Kita herrsche Lebendigkeit, „und wir bewegen alle gemeinsam etwas“. Neue Ideen würden von allen Mitarbeitern gemeinsam umgesetzt, sagte Ritter.

Die in der Arche-Noah-Kita geplante neue Spielgruppe kann eingerichtet werden. „Wir wollen Mitte April starten“, sagte Kita-Leiterin Doris Renner gestern. Der Hauptausschuss hatte das Konzept jüngst einstimmig befürwortet. Die Gruppe richtet sich vor allem an Kinder mit Migrationshintergrund, die auf den Kita-Besuch vorbereitet werden sollen. Aber auch Kinder von der Warteliste und weitere Kinder könnten einen Platz erhalten, so Renner. Bis zu 15 Jungen und Mädchen zwischen zwei und fünf Jahren können täglich von 14.15 bis 16.15 Uhr betreut werden. Die Gruppe wird von Erzieherin Sabine Kirstein geleitet, die von zwei FSJ-lerinnen unterstützt wird. Finanziert wird die Betreuung über die Integrationskostenpauschale, so dass der Stadt keine Kosten entstehen. Der Elternbeitrag beträgt 50 Euro pro Monat. Wer sein Kind für die Gruppe anmelden oder ehrenamtlich bei der Betreuung helfen möchte, kann sich unter 04123-6987 an die Kita wenden. Für Helfer seien Kenntnisse arabischer Sprachen hilfreich, so Renner. „Es ist aber kein Muss.“ (eme)
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