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150 Jahre BMTV : Ein Festakt mit Wermutstropfen

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Der Verein begeht sein 150-jähriges Jubiläum mit einem großen Empfang. Die Redner bedauern die Sperrung der Sporthallen.

Barmstedt | Mit einem festlichen Empfang mit 130 Gästen hat der Barmstedter MTV – einer der größten Sportvereine im Kreis Pinneberg – am Sonnabend im Haus der Gemeinschaft sein 150-jähriges Bestehen gefeiert. Hochrangige Vertreter aus Politik, Verwaltung und Sport würdigten die Bedeutung des rund 2000 Mitglieder zählenden Vereins und hielten sich auch mit Geschenken nicht zurück. Vorführungen der Trampolinjugend und der HipHop-Gruppe des BMTV sowie eine Einlage der BaLu-Sketchparade lockerten die Veranstaltung auf.

In seiner Begrüßung hob BMTV-Chef Wolfgang Starr die Verdienste seines Vorgängers Bernd Schlegel hervor, unter dessen Leitung der Verein aufgeblüht sei. Zudem widmete er sich dem vielfältigen Sportangebot, das sich in 14 Sparten differenziert, und sprach noch einmal das größte BMTV-Projekt an: die eigene Halle, die an zwei städtische Sporthallen angrenzt. Sie sei der ganze Stolz, aber zurzeit auch das größte Sorgenkind des Vereins, sagte Starr. „Leider konnten wir sie nur ein Jahr lang genießen, dann wurde auch sie wegen des Schimmelbefalls gesperrt.“

Kreispräsident Burkhard Tiemann zeigte sich beeindruckt, dass die Hälfte der Mitglieder aus jungen Menschen besteht. „Ihre Jugendarbeit ist nicht hoch genug einzuschätzen“, sagte er. Auch die Aussage von Staatssekretär Bernd Küppersbusch konnte wohl jeder im Saal unterschreiben: „Eine Stadt, die so eine große Gemeinschaft hat, kann stolz auf sich sein.“

Michael Schönfelder, Mitglied im BMTV-Sportausschuss und quasi in der Handballabteilung groß geworden, hielt die Festrede. Der BMTV habe im Laufe der Jahrzehnte stets neue Sportarten in sein Angebot aufgenommen, sagte er. Mehrfach sei sogar kurzzeitig Tennis gespielt worden. Nach dem Zweiten Weltkrieg seien wegen der vielen Flüchtlinge viele neue Abteilungen entstanden, darunter die Handball-Sparte. Sehr schnell habe sich Barmstedt zur Handball-Hochburg im norddeutschen Raum entwickelt. Weitere Meilensteine in der Geschichte des BMTV waren 1970 die Einweihung der Sporthalle an der Schulstraße mit einer Tribüne für 400 Zuschauer. 40 Jahre später reichten die Kapazitäten nicht mehr aus, und die alte Sporthalle wich dem Neubau einer Doppelsporthalle für die Schulen und Vereine und einer Gymnastikhalle. „Dieses etwa 5,5 Millionen Euro teure Projekt haben wir mit einer großen Sportshow am 25. August 2012 eingeweiht. Ich habe die Veranstaltung moderiert und in den höchsten Tönen von dieser zukunftsweisenden Sportstätte geschwärmt“, berichtete Schönfelder. „Doch ein Jahr später folgte die totale Ernüchterung.“ Wann die Sanierung der Hallen beginne, stehe noch in den Sternen.

Schönfelder wies auf drei jährliche Großveranstaltungen des BMTV hin, die eine ausgezeichnete Werbung für die Stadt darstellten: das Ede-Menzler-Gedächtnis-Turnier für Jugendhandball-Teams, der Stadtlauf und der Triathlon. An diesen Veranstaltungen sollte man trotz des hohen Arbeitsaufwands festhalten, so Schönfelder.

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erstellt am 12.Mai.2014 | 13:00 Uhr

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