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Barmstedter Zeitung

19. Oktober 2017 | 15:09 Uhr

Barmstedt : Ein Bürgermeister fürs Auenland

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Bewohner der Barmstedter Kinderstadt wählen Lasse Schmid (9) zum Parlamentschef. Seifenblasen-Rekord wird geknackt.

shz.de von
erstellt am 22.Okt.2015 | 16:00 Uhr

Barmstedt | Das Auenland hat einen neuen Bürgermeister. Lasse Schmid wurde von den 125 Bewohnern der Barmstedter Kinderstadt am Dienstagabend zum Vorsteher des Parlaments gewählt und wird fortan die Geschicke der Spielstadt leiten. Frenetisch feierte das Volk den Neunjährigen, der im Wahlkampf unter anderem Steuersenkungen für unbeliebte Jobs und Löhne für die Betreuer gefordert hatte. „Als gesagt wurde, dass ich Bürgermeister bin, wäre ich vor Glück fast ausgeflippt“, sagte Lasse, der vor seiner Berufung in das neue Amt als Journalist, Schmied und Höhenretter tätig war.

Doch nicht nur Positives ist aus dem Auenland zu berichten: Nach einem Diebstahl durch eigene Mitarbeiter am Montag und einem Überfall am Dienstag, in den vier vermummte Betreuer verwickelt waren, schloss die Landesbank aus Angst vor weiteren Übergriffen Dienstagmittag zunächst ihre Türen. Erst gestern Morgen, nachdem das Parlament entschieden hatte, einen Sicherheitsdienst einzustellen, waren die Verantwortlichen bereit, die Arbeit wieder aufzunehmen.

Der öffentliche Dienst wartete händeringend auf eine Besserung der Arbeitsverhältnisse oder wenigstens höhere Löhne. Die Politiker beschlossen Lohnerhöhungen für Müllabfuhr, Seelsorger, Sanitäter und die Putzkolonne. Anders als von Schmid gefordert, sollen aber die Steuern für alle Auenländer gleich bleiben. Indirekt steigerten die Politiker ihre eigenen Gehälter, da der Sicherheitsdienst für die Bank aus Vollbeschäftigungsgründen von ihnen verrichtet wird. Für die Betreuer richtet die Stadt in Zukunft eine Spendenbox ein, in die Bürger freiwillig einzahlen können.

Erstaunlich ist das private soziale Engagement des Volkes: Eine Auenländerin hatte im Trubel des Dienstags ihr komplettes Vermögen in Höhe von sieben Aue verloren, woraufhin ihre Freundin kurzerhand während des Mittagessens einen Spendenaufruf startete. Die Bürger rissen sich förmlich darum zu helfen, doch die beiden Mädchen bestanden darauf, nicht mehr als den fehlenden Betrag anzunehmen. Gestern Nachmittag wurde noch ein Rekord in der Kinderstadt eingestellt. Acht Bürger konnten erfolgreich in eine Seifenblase geschlossen werden. Der ursprüngliche Rekord waren sechs.

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