zur Navigation springen
Barmstedter Zeitung

22. September 2017 | 22:53 Uhr

Pflanzaktion : Ein Baum für die Freundschaft

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Die Ahmadiyya Muslim Gemeinde schenkt der Stadt eine Rotbuche. Weitere Veranstaltung zum Kennenlernen sind geplant.

shz.de von
erstellt am 29.Apr.2014 | 06:00 Uhr

Barmstedt | Knapp 300 Bäume hat die Ahmadiyya Muslim Gemeinde seit 1989 im Kreis Pinneberg gepflanzt – seit gestern Nachmittag steht der erste in Barmstedt: Neben dem Spielplatz am Rantzauer See setzten die Stadtgärtner eine Rotbuche in die Erde. „Das ist unser Geschenk an die Stadt und soll ein Zeichen der Freundschaft und eines friedlichen Miteinanders sein“, sagte Daniel Ahmad, Sprecher der Gemeinde. Einige Mitglieder sowie Bürgermeisterin Heike Döpke (parteilos) und mehrere Barmstedter verfolgten die Zeremonie und stärkten sich im Anschluss am vielfältigen – fleischlosen – Buffet, das die Gemeinde vorbereitet hatte.

„Es ist eine gute Aktion, weil sie dazu beiträgt, verschiedene Glaubensrichtungen kennenzulernen“, sagte Döpke – die bedauerte, dass kaum Bürger erschienen waren. „Es wäre schön, wenn noch ein paar mehr gekommen wären.“ Der Standort neben dem Spielplatz – auf dem während der Aktion etliche Kinder tobten – sei für den Baum optimal gewählt: Er symbolisiere das friedliche Miteinander perfekt, so Döpke.

Im Kreis Pinneberg leben laut Ahmad etwa 220 Mitglieder der Ahmadiyya Gemeinde. „In Barmstedt wohnt eine Familie, die uns angehört. Und eines unserer Mitglieder hat sich hier mit einem Imbiss selbstständig gemacht.“ Daher sei auch die Idee entstanden, in Barmstedt einen Baum zu pflanzen. „Wir wollen mit diesen Aktionen nach und nach den ganzen Kreis erreichen“, sagte Ahmad. Außer in Barmstedt stehen Bäume in Tornesch, Mooreege und Pinneberg.

Je nach Gemeinde würden unterschiedliche Baumsorten gepflanzt, sagte Ahmad. „Das hängt davon ab, was die Gemeinde sich wünscht.“ Dass ausschließlich Männer an der Aktion teilnehmen, begründete Ahmad damit, dass „bei uns jede Gruppe etwas anderes macht. Männer über 40 pflanzen die Bäume.“

Als nächstes sei eine gemeinsame Veranstaltung mit der Ahmadiyya Gemeinde in Barmstedt geplant, kündigte Döpke an. „Damit wollen wir Skepsis und Vorurteile abbauen“, sagte Ahmad. Wann und was es sein werde, stehe aber noch nicht fest.

Die Ahmaddiya Muslim Gemeinde wurde 1889 in Indien gegründet. Sie hat weltweit etwa 200 Millionen Mitglieder. In Norddeutschland stehen ihre Moscheen unter anderem in Kiel, Lübeck, Hamburg, Stade und Hannover.
Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert