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Baugebiet in Offenau : Eichenring soll 30er-Zone werden

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Der Bauausschuss Bokholt-Hanredder spricht sich gegen eine Spielstraße im Neubaugebiet in Offenau aus.

Bokholt-Hanredder | Der Eichenring in Bokholt-Hanredder soll eine Tempo-30-Zone werden. Dafür hat sich der Bauausschuss der Gemeinde vor Kurzem ausgesprochen. Die neue Straße in Offenau soll künftig das Baugebiet an der Grenze zu Elmshorn erschließen. Die Lösung als Tempo-30-Zone war auch von der Ausschussvorsitzenden Katrin Schrade (Foto) favorisiert worden. „Ich wohne selbst an einer Spielstraße und habe die Nachteile kennengelernt“, berichtete sie. „Dort darf man beispielsweise nicht – wie in der 30er-Zone – überall an der Straße parken. Was macht man aber, wenn man beispielsweise 15 Gäste erwartet?“

Während seiner jüngsten Sitzung befasste sich der Bau- und Planungsausschuss Bokholt-Hanredder erneut mit dem Neubaugebiet im Ortsteil Offenau. Dort soll auf einer Fläche von etwa drei Hektar ein neues Wohnbaugebiet mit etwa 35 bis 40 Wohneinheiten – darunter Einfamilien- und Doppelhäuser – entstehen (wir berichteten). Kerstin Ott, Mitarbeiterin der Ingenieurgesellschaft Reese & Wulff, stellte den Vorentwurf des B-Plans vor. Dabei ging es vor allem um die Frage, ob die neue Straße im Baugebiet, zu einer Spielstraße oder zu einer 30er-Zone erklärt werden soll. Vor der Ausschusssitzung hatte sich die stellvertretende Bürgermeisterin Katrin Weihrauch-Lenz zu dieser Frage mit den Behörden ins Einvernehmen gesetzt.

Wie aber geht es jetzt weiter mit dem Baugebiet? Der nächste Schritt sei die Ausschreibung für die Firmen, die von der Ingenieurgesellschaft begleitet werde, so Schrade. Des Weiteren würden die Träger öffentlicher Belange in den Prozess eingebunden, die zum Projekt Stellungnahmen abgeben müssten. Die letzte Entscheidung liege bei der Gemeindevertretung, die über den fertig ausgearbeiteten Entwurf entscheidet. Mit dem Bauen begonnen werden könne voraussichtlich Mitte 2018.

Durch das neue Baugebiet wird die Einwohnerzahl von Bokholt-Hanredder voraussichtlich um etwa 120 Bürger ansteigen – ein großes Wachstum für die kleine Gemeinde zwischen Elmshorn und Barmstedt, die derzeit etwa 1230 Einwohner hat. „Außer Familien mit Kindern sind es immer häufiger auch ältere Menschen, die sich für ein solches Wohnbauprojekt interessieren: Sie wollen eine kleinere, barrierefreie Wohneinheit“, berichtete Schrade über die Interessenten. „Aber auch Singles melden sich.“

Die Vergabe eines Grundstücks erfolgt durch den Finanzausschuss – und zwar vorrangig an Bürger aus Bokholt-Hanredder. Über die entsprechenden Vergaberichtlinien will die Politik heute Abend beratschlagen (siehe Info-Kasten). Vorgesehen ist unter anderem: Gibt es für ein Grundstück mehrere Bewerber, werden Bokholter bevorzugt. Sollte es für ein Baugrundstück mehrere Bewerber aus der Gemeinde geben, entscheidet das Los – ebenfalls, wenn es nur auswärtige Bewerber für ein Grundstück gibt. Als Bokholter gelten Bürger, die seit mindestens zwei Jahren vor der Vertragsbeurkundung ihren Hauptwohnsitz in der Gemeinde haben oder hatten sowie Gewerbetreibende, deren Betrieb sich länger als zwei Jahre auf Gemeindegrund befindet. Arbeitnehmer, die die seit mehr als zwei Jahren in Bokholter Betrieben einen festen Arbeitsplatz besitzen, gelten auch als Bokholter Bürger.

Bokholt-Hanredder steht laut Landesentwicklungsplan bis zum Jahre 2025 ein maximaler Rahmen für die Wohnungsbauentwicklung von etwa 60 Wohneinheiten zu. Für eine Innenentwicklung bestanden laut Politik keine Möglichkeiten, da es im Ortskern keine Baulücken und Wohnbauflächen gibt. Deshalb hat die Gemeinde die Fläche in Offenau erworben, die im zweiten Quartal dieses Jahr in ihr Eigentum überging.

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