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Hörnerkirchen : Ehrenamtliche helfen beim Einleben in der neuen Heimat

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

shz.de von
erstellt am 29.Sep.2015 | 16:00 Uhr

Brande-Hörnerkirchen | 34 Flüchtlingen bietet das Amt Hörnerkirchen derzeit eine neue Heimat. Die meisten führte ihr erster Weg über die Erstaufnahmestelle in Neumünster nach Barmstedt. „Von dort holen wir sie dann ab“, berichtet Marlis Winter, die das Ehrenamt der Flüchtlingsbeauftragten im äußersten Norden des Kreises Pinneberg übernommen hat. Ein gutes Dutzend Helfer steht ihr inzwischen zur Seite. Immer donnerstags trifft sich der Kreis von 14.30 bis 16 Uhr in Hörnerkirchens Gemeindesaal, der einmal pro Woche als „Café Kunterbunt“ seine Türen öffnet.

Thematisch decken die Helfer so ziemlich alles ab, was für Asylbewerber in den ersten Wochen und Monaten von Bedeutung ist. Angefangen vom Sprachtraining über die Wohnraumgestaltung bis zum Begleiten von Amts- und Arztbesuchen. Damit die Flüchtlinge von Beginn an möglichst mobil sind, werden ihnen Fahrräder übergeben. Außerdem gibt es ein Spendenlager, in dem von Möbeln bis hin zu Kleidung alles abgegeben werden darf, was Flüchtlinge benötigen. „Wir holen die Sachen auf Anruf ab“, erklärt Winter, die unter (0  41  27) 3  57 erreichbar ist.

Auch die Vermittlung von Arbeitsplätzen hat sich das ehrenamtliche Betreuerteam auf seine Fahnen geschrieben. Die Helfer vermitteln beispielsweise Firmen-Praktika. Ebenso wichtig ist die Einbindung ins Gemeindeleben. Dabei soll unter anderem der Sportverein eine tragende Rolle spielen.

Bei allem steht aber die Sprache im Mittelpunkt. „Zuerst einmal müssen die Menschen lernen, sich zu verständigen“, sagt Winter. Die Einsteiger-Sprachkurse werden vor Ort gemanagt, anschließend geht es zum weiteren Lernen nach Barmstedt. Nach den Herbstferien soll in Hörnerkirchens Schulgebäude ein Raum für vormittägliche Unterrichtseinheiten bereit stehen. „Dann starten wir richtig durch“, kündigt Winter an.

Kinder und Frauen sind unter den Flüchtlingen in der Minderheit. Doch „nun kommen langsam die Familien nach“, so Winter. Bislang habe man alle Asylsuchenden gut unterbringen können. Nach wie vor wird allerdings weiterer Wohnraum gesucht. Vermieter können sich ebenfalls an Marlis Winter oder direkt an die Verwaltung in Barmstedt unter (0  41  23) 6  81  11 wenden.

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