Stadtwerke : Durchwachsene Bilanz

Jahresabschluss 2013: Unternehmensgruppe steigert ihr Ergebnis. Gewinn der Werke sinkt. Kundenzahl bleibt konstant.

meyer-elisabeth-20180920-8RU_3097.jpg von
30. Dezember 2014, 10:54 Uhr

Barmstedt | Die Barmstedter Stadtwerke haben das Jahresergebnis ihrer drei Gruppen (Werke, Netze, Vertrieb) im vergangenen Jahr im Vergleich zu 2012 um mehr als 30 Prozent gesteigert: Es liegt nach Steuern bei 1,1 Millionen Euro. „Das ist eine hervorragende Entwicklung“, sagte Werkausschussvorsitzende Dietrich Tetz (CDU). Die Stadtwerke allein betrachtet, sieht es weniger rosig aus: Der Gewinn betrug 471.000 Euro und war damit deutlich geringer als etwa 2009, als es noch bei 1,5 Millionen Euro gelegen hatte. Der Rückgang liege unter anderem daran, dass viele Kunden der Werke zwischenzeitlich an die Vertriebs-Gesellschaft ausgegliedert worden seien, wie deren Geschäftsführerin Mareike Preuß erklärte. „Daher kann man die Zahlen nicht vergleichen.“

Insgesamt hätten die Werke und die Vertriebs-GmbH 2013 etwa 18.300 Gas- und 12.800 Stromkunden beliefert, so Preuß. „Damit ist die Anzahl gegenüber 2012 nahezu konstant geblieben.“ Was in dem hart umkämpften Marktumfeld nicht leicht sei. „Viele Anbieter arbeiten mit Dumping-Angeboten, zum Beispiel hohen Wechsel-Boni. Aber meist landen die Kunden dann über kurz oder lang wieder bei uns.“

Während das Defizit des Hallenbads von 216.000 in 2012 auf 208.000 Euro in 2013 leicht sank, fuhr die Wassersparte ein Minus von 156.000 Euro ein – 152.000 Euro mehr als 2012. „Das lag an den Kosten für die Sanierung des Wasserwerks und den Abschreibungen für die neuen Brunnen“, so Preuß. In Anbetracht dessen hätte die in diesem Jahr beschlossene Wasserpreiserhöhung eigentlich noch stärker ausfallen müssen, sagte Reimer Karstens (FWB) im Werkausschuss.

Die Investition in den Ausbau des Breitbandnetzes belastete das Betriebsergebnis mit 430.000 Euro. Was gut angelegtes Geld sei, wie Ernst-Reimer Sass (CDU) während der jüngsten Stadtvertretersitzung betonte. „Unser Werkleiter hat immer neue Ideen und die Nase im Wind“, sagte er. Die Stadtwerke erschließen außer Barmstedt auch mehrere Gemeinden im Umland, unter anderen Sparrieshoop und Hemdingen.

Lob gab es auch für den Strom-Sozialtarif, der die Stadtwerke 2013 etwa 24.000 Euro kostete. „Das Modell ist landesweit einmalig“, sagte Günter Thiel (BALL). Veranstaltungen in Barmstedt und Umgebung sponsorten die Stadtwerke im Jahr 2013 mit rund 20.000 Euro.

zur Startseite
Karte

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen