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Politik sucht Lösung : Drogenproblem im Dorfteich-Idyll

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Die Polizei will das Gelände im Blick behalten. Jugendliche wollen die dortige Hütte pflegen.

shz.de von
erstellt am 08.Aug.2017 | 17:00 Uhr

Westerhorn | Still und friedlich liegt er versteckt mitten im Ort, der Westerhorner Dorfteich. Doch genau diese versteckte und fast uneinsehbare Lage ist nun zum Problem geworden. Seit etwa einem halben Jahr hat der Teich in schöner Regelmäßigkeit ungebetenen Besuch. „Dort sind Drogen im Spiel“, hatte Bürgermeister Bernd Reimers während der jüngsten Gemeindevertretersitzung gesagt. Und auch Anwohner beschwerten sich über den Lärm, dem sie oft bis in die Nacht ausgesetzt seien.

Das Areal wird mehr und mehr von Jugendlichen genutzt, die dort bis spät in den Abend hinein feiern und mit Mofas die Ruhe der Anwohner stören. Doch gravierender dürften das Drogen-Problem sein. Die Polizei sei schon häufiger am Dorfteich im Einsatz gewesen, doch an der Lage habe sich bislang nichts geändert, sagte Reimers während der Gemeinderatssitzung.

„Inzwischen haben wir mit der Polizei gesprochen“, sagt Westerhorns Bürgermeister. „Und zwar mit unserer hier in Hörnerkirchen.“ Die Beamten würden die Szene weiter im Blick behalten. Auch mit den Jugendlichen wurde bereits das Gespräch gesucht. „Da gibt es viele, die nichts mit Drogen zu tun haben und einfach nur so das Gelände nutzen wollen“, so Reimers. „Die wollen die Hütte unbedingt behalten und haben angeboten, sie selbst sauber zu machen und auch mal kleine Arbeiten zu übernehmen.“

Generell gebe es am Dorfteich „gute und weniger gute Gäste“. Doch es sei schwer, diese Gruppen zu trennen und die unerwünschten Teichbesucher wieder los zu werden. „Ein Patentrezept gibt es nicht“, so Reimers. Die Szene würde immer mal wieder ihren Standort wechseln. Nun gehe es darum, gemeinsam mit Anwohnern und der Polizei eine „vernünftige Lösung zu finden“.

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