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Barmstedt : Digitalisierung: Kino feiert Jahrestag

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Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Der Betreiber des Barmstedter Saturn-Kinos hat der Stadt für die Unterstützung beim Kauf eines neuen Projektors gedankt.

shz.de von
erstellt am 24.Sep.2014 | 10:27 Uhr

Es ist gerade einmal eineinhalb Jahre her, da hat Reinhard Klietz noch um die Zukunft seines Kinos gebangt. Am Montagabend lud er die Vertreter der Stadt zu einer kleinen Feierstunde ein – Anlass: ein Jahr Digitalisierung. „Ohne Sie und Ihre Unterstützung hätten wir das nicht geschafft“, sagte Klietz. Wie berichtet, hatte die Stadt ihm für den Kauf eines Digitalprojektors einen Zuschuss von rund 20 000 Euro und ein Darlehen von 15 500 Euro gewährt. Nur dank der neuen Technik sei er in der Lage, gefragte Filme zeitnah zeigen zu können, sagte Klietz.

Die Besucher wüssten das neue Angebot zu schätzen, berichtete Klietz. „Wir haben nicht eine einzige negative Stimme gehört. Alle sind froh, dass ihr Kino noch da ist. “ Genaue Besucherzahlen wollte er nicht nennen, aber die Entwicklung sei seit der Digitalisierung stabil. „2013 war sogar das beste Jahr seit langem.“ Stadtsprecher Wolfgang Heins appellierte an die Bürger, das Kino auch weiterhin zu besuchen. „Nur so werden wir es auf Dauer erhalten können.“

Über das reine Filmprogramm hinaus wollen Klietz und seine Tochter Anja Rambke in nächster Zeit auch Kleinkunst anbieten: Im Rahmen einer Sonntags- Matinée sind einmal im Monat Lesungen, Folk-Musik und ähnliches auf der Bühne geplant. „Das soll aber keine Konkurrenz zum Kulturverein Pfiff sein – wir wollen damit nur eine kleine Lücke schließen“, betont Klietz.

Für den Nachwuchs bietet das Kino jedes Jahr Kinder- und Schulfilmtage an, die von hunderten Kindern und Jugendlichen besucht werden. „Auch unsere Nikolausfeiern und das ,Warten auf den Weihnachtsmann’ kommen immer gut an“, sagte Rambcke. Das Kinderfest am vorigen Sonntag sei allerdings wegen der Terminkollision mit dem Tag der helfenden Hände „in die Hose gegangen“, sagte Klietz. „Da hatten wir keine Chance.“ 2015 soll das Fest am 1. Juni – dem Tag des Kindes – gefeiert werden.

Als nächstes wird Klietz einen Wunsch der Bürgerinitiative Frackingfreies Auenland erfüllen: Er wird den Film „Gasland“ – eine Dokumentation über Fracking-Methoden in den USA – zeigen. Die Lizenz für vier Vorführungen „war nicht ganz billig, aber es lohnt sich“, verspricht Klietz. Zum ersten Mal soll der Film am Freitag, 17. Oktober, laufen.

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