Amt Hörnerkirchen : Die Zukunft fest im Blick

Bürgermeisterrunde: Bernd Reimers (Westerhorn, von links), Ralf Henning (Osterhorn), Siegfried Winter (Brande-Hörnerkirchen) und Wolfgang Münster (Bokel) begrüßten die Gäste beim Neujahrsempfang des Amtes Hörnerkirchen.
Bürgermeisterrunde: Bernd Reimers (Westerhorn, von links), Ralf Henning (Osterhorn), Siegfried Winter (Brande-Hörnerkirchen) und Wolfgang Münster (Bokel) begrüßten die Gäste beim Neujahrsempfang des Amtes Hörnerkirchen.

Die vier Gemeinden des Amts Hörnerkirchen haben vor Kurzem zum traditionellen Neujahrsempfang eingeladen.

shz.de von
09. Januar 2018, 16:00 Uhr

Westerhorn | Es hat schon Tradition, dass die vier Gemeinden des Amtes Hörnerkirchen gemeinsam zum Neujahrsempfang laden. Zum bereits siebenten Mal schlossen sich die Dörfer zusammen, um das abgelaufene Jahr Revue passieren zu lassen und einen Ausblick auf 2018 zu werfen. Rund 80  Gäste konnten die Bürgermeister aus Westerhorn (Bernd Reimers), Bokel (Wolfgang Münster), Brande-Hörnerkirchen (Siegfried Winter) und Osterhorn (Ralf Henning) im Westerhorner Lindenhof begrüßen.

In seiner Ansprache ging Reimers in seiner Funktion als Amtsvorsteher zuerst auf Themen ein, die amtsweit von Bedeutung sind. „Größtes Event 2017 war das Pfingstzeltlager der Feuerwehren“, sagte er. Das Großereignis habe Wehren, aber auch Vereine und Verbände weiter zusammengeschweißt. Reimers Dank ging an die Vielzahl der ehrenamtlichen Helfer. Ein weiteres Dankeschön richtete der Amtsvorsteher an die Verwaltung. Die gute Zusammenarbeit finde ihren Ausdruck in der einstimmig gefassten Verlängerung des Vertrages, der die Verwaltungsgemeinschaft des Amtes und der Stadt Barmstedt regele.

Das Thema Breitbandausbau in Zusammenarbeit mit den Stadtwerken Neumünster fasste Reimers in zwei Worten zusammen: „Das läuft.“ 2018 sollen noch zwei kleine Gebiete in Bokel und Brande-Hörnerkirchen nacherschlossen werden, dann liege man bei fast hundert Prozent Flächendeckung. 2018 müsse nun eine Regelung gefunden werden, die es auch anderen Anbietern erlaube, das moderne Glasfasernetz zu nutzen. „Da werden wir landesweit Vorreiter sein“, kündigte der Amtsvorsteher an.

Gut aufgestellt sei auch die Grundschule in Hörnerkirchen. Dort müssten 2018 alte Wasserrohre erneuert werden. Klingt harmlos, kostet aber voraussichtlich rund 70 000 Euro. „Aber die Gesundheit der Kinder steht an erster Stelle“, so Reimers. Auf weiteren Zulauf hoffe der Schulhort, der seit den Sommerferien unter Regie der Lebenshilfe läuft. „Noch fehlen einige Kinder für die Kostendeckung“, sagte der Amtsvorsteher.

Ein rundum positives Fazit für 2017 zog Osterhorns Bürgermeister Ralf Henning: „Bei uns ist alles in Ordnung.“ Henning hob insbesondere das dörfliche Miteinander hervor. So packe beim Dorfputz stets der halbe Ort mit an, und auch das Spielplatzfest freue sich stetig wachsender Beliebtheit. Apropos Spielplatz: „Wir haben so viele Kinder wie wohl noch nie bei uns in der Gemeinde“, freute sich Henning.

2018 stünden nun einige Sanierungsarbeiten auf dem Plan, unter anderem wolle man die Dorfstraße auf Vordermann bringen. Und hinsichtlich der geplanten Kanalsanierung habe man ein Ingenieurbüro beauftragt, ein entsprechendes Konzept zu erstellen.

Bokels Bürgermeister Wolfgang Münster wies auf den finanziell begrenzten Spielraum seiner Gemeinde hin, die erst einmal die neue Dörpstuv abbezahlen müsse. Das neue Gemeindezentrum wurde 2017 im Rahmen der 72-Stunden-Aktion der Landjugend um einen Grillplatz samt Schutzhütte erweitert. Der eindrucksvolle Edelstahlgrill der Marke Landjugend-Eigenbau hat ein bewegtes Jahr hinter sich. Kaum stand er an Ort und Stelle, wurde er von Unbekannten gestohlen, später fand man ihn in einem Graben wieder (wir berichteten). Die gesamte 72-Stunden-Aktion hat bei Münster großen Eindruck hinterlassen. Alle Gemeindevertreter seien „tief beeindruckt gewesen“ von der Leistung der Landjugendlichen.

Jubiläen standen 2017 im Mittelpunkt in Brande-Hörnerkirchen. Der Kindergarten Küsterkoppel wurde 25 Jahre alt, und der örtliche Spielmannszug feierte sein 50-jähriges Bestehen. „Das war ein großes Event“, so Winter. Die ganze Gemeinde sei „dankbar, dass es den Spielmannszug gibt“. Auch bautechnisch ist in Höki viel los. Im März zogen die ersten Mieter in das „Flüchtlingshaus“ an der Rosentwiete ein. Gleich nebenan wurde nach einem Betreiberwechsel aus der Gaststätte „Zur Tankstelle“ das Landhaus Mehrens. Und auf der anderen Straßenseite entstehen derzeit neue Wohnhäuser. Gleich daneben soll im November der neue und größere Edeka-Markt seine Türen öffnen. Auf Hochtouren laufen auch bereits die Planungen für den „Wohnpark im Grünen“ für die ältere Generation. Bis März soll hierzu „ein klarer Plan vorliegen“, kündigte Winter an, der sich „über die große Resonanz“ hinsichtlich des Bauprojektes freut.

Bleibt als vierte Gemeinde im Amtsbereich Westerhorn. Bürgermeister Reimers ging als erstes auf die Sanierung des Lindenhofes ein, der unter anderem eine neue Heizung bekam. „Die Räume sind nun schön warm“, so Reimers. Eine Aussage, von der sich die Besucher des Neujahrsempfanges am eigenen Leib überzeugen konnten. Gleich nebenan sollen 36  neue Parkplätze entstehen, um das Gemeindezentrum und den Bahnhof zu entlasten. Auch 100 neue Fahrradparkplätze sind in Planung. Rund 600 000 Euro sollen insgesamt investiert werden, wobei die Gemeinde auf Förderzuschüsse von bis zu 90 Prozent hofft.

Beteiligen will sich Westerhorn 2018 am Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“. Dabei soll auch das geplante grüne Warenhaus von Kay Sierk mit eingebunden werden. Der Investor will das Areal zwischen ehemaliger Bahnhofskneipe und historischem Bahnhofsgebäude in ein neues Dorfzentrum verwandeln.

Das Konzept für den Dorfwettbewerb muss schon bald stehen. „Am 16.  März ist Abgabetermin“, verriet Reimers, der sich von der Teilnahme erhofft, dass dadurch „das Dorf ein Stück weit vorwärts gebracht wird“. Ebenfalls 2018 starten soll der Bau von Lärmschutzwänden durch die Bahn. Und vermutlich darf sich auch die Feuerwehr in näherer Zukunft über ein neues Einsatzfahrzeug freuen. Das alte ist stolze 33  Jahre alt und soll ersetzt werden.

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